Mittwoch, 1. November 2023

Fibre Mood Doris

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. 

Ich zeige heute ein Kleid, das ich zu einem Anlass auf der Arbeit genäht habe. Mein Ziel war ein schickes, aber bequemes Kleid das für die Übergangszeit funktioniert. Meine Wahl fiel auf das Kleid Doris aus der Fibre Mood 16. 



Im Original hat das Kleid extreme Puffärmel. Leider reichten meine 2.5 m Stoff nicht aus, sodass ich einen blauen Spitzenstoff verwendete, um die Ärmel zuzuschneiden. Am fertigen Kleid war mir das aber zu extrem. Ich habe einen Schnappschuss von den Puffärmeln, sodass ihr den Unterschied sehen könnt.


Nachdem ich die Ärmel heraus getrennt hatte, habe ich die Schultern noch ein wenig schmaler gemacht. Die Länge des Kleides habe ich um 3 cm gekürzt, wegen des Stoffmangels. Nach Maßtabelle habe ich Größe 48 genäht, eine gute Wahl. Ich mag es sehr, dass in der Fibre Mood sowohl die Körpermaße als auch die Fertigmaße angegeben werden.


Das Kleid ist bis auf die Ärmel sehr einfach geschnitten. Das Vorderteil wird im Bruch zugeschnitten, hinten ist ein Gehschlitz. Es gib keinen Reißverschluss oder Knöpfe. Das Kleid ist weit genug, um es über den Kopf zu ziehen. Auf Form gebracht wird das Kleid mit einem Gürtel.


Anstatt eines Beleges habe ich den Halsausschnitt mit einem Schrägband verarbeitet, das ich aus einem Seidenrest zugeschnitten habe. In die Ärmelabschlüsse habe ich einen Gummieingezogen. 


Der verwendete Stoff ist ein schwerer Viscosecrepe mit etwas Elastananteil. Er lies sich gut verarbeiten und trägt sich sehr angenehm.


Am Morgen des Events habe ich das Kleid mit einer kurzen, weißen Strickjacke kombiniert. Im Laufe des Tages wurde es warm genug, um das Kleid ohne die Strickjacke zu tragen. Ich habe mich in dem Kleid sehr wohl gefühlt und einige Komplimente bekommen.



Mittwoch, 4. Oktober 2023

Spätsommerblusen

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. 

Den September über habe Blusen für mich genäht. Für zwei der neuen Blusen habe ich mein Lieblings Blusesenschnittmuster verwendet, die Rhapsody Blouse von Love Notions. Vor die Linse hat es nur eine Version geschafft, die aus einer herbstlichen Crincle-Viscose.


Als einzige kleine Änderung habe ich den Ausschnitt etwas verkleinert, sonst die Größe XL ohne Änderungen mit den kurzen Ärmeln genäht. 


Im Schnittmuster sind die Nahtzugaben schon enthalten. An den Seitennähten sind französische Nähte vorgesehen, nicht allerdings an der Armkugel. Ich habe mich diesmal entschlossen auch an der Armkugel etwas mehr Nahtzugabe zu geben, sodass ich auch dort französische Nähte nähen konnte. Für den feinen Stoff gefiel mir das besser als eine Vorlocknaht.


Die Passe wird bei diesem Schnitt gedoppelt. Da ich von dem Hauptstoff nur 1.3 m hatte, habe ich für die innere Passe einen weißen Viscosecrepe verwendet.


Mit der Harmony Blouse habe ich ein weiteres Love Notions Schnittmuster ausprobiert. Der Schnitt sehr schlicht mit einem A-linienförmigen Schnitt, einer Mittelnaht im Rückenteil die die Bluse etwas auf Figur bringt und Brustabnähern. Es können kurze Ärmel, Kapärmel oder Flügelärmel genäht werden und es gibt auch eine Ärmellose Variante. Der Originalschnitt hat am Hinteren Halsausschnitt einen Schlitz, der mit einem Knopf verschlossen wird. Meine erste Version, die es nicht vor die Kamera geschafft hat, habe ich ohne Änderungen genäht. Die Bluse ist mir am Rücken ein klein wenig zu eng. Deshalb habe ich für die zweite Version eine Kleine Anpassung gemacht (nach diesem Tutorial) und dem Rücken 3 cm mehr Weite gegeben.


Die zweite Harmony habe ich aus einem Rest Viscosechiffon genäht der vom Einschulungskleid meiner Tochter übrig geblieben war. Der Stoff ist Dunkelblau mit einem Erdbeermuster und sowohl für Kinder als auch für Erwachsene passend.


Bei dieser Bluse habe mir den Schlitz am Rückenteil gespart, da sich die Bluse auch so ohne Probleme anziehen lässt. Die Harmony Blouse wir nach Anleitung mit einfachen Nähten genäht und mit der Overlock versäubert. Für den feinen Chiffon habe ich mich allerdings für französiche Nähte entschieden und etwas mehr Nahtzugabe geben.


Auch diese Bluse fand ich noch ein klein wenig eng im Rücken, aber trotzdem sehr gut tragbar.


Für meine dritte Harmony habe ich ein feines Seidenstöffchen angeschnitten. Ich wollte einen einfachen Schnitt, bei dem ich die Streifen effektvoll zum Einsatz bringen kann. Dafür habe ich das Vorderteil geteilt und die Streifen einmal horizontal und einmal vertikal laufen lassen, ebenso am Rückenteil.

Um dem Rücken etwas mehr Raum zu geben habe ich zusätzlich zu der schon vorgenommenen Anpassung in Höhe der betreffenden Stelle an der hinteren Mittelnaht etwas mehr Nahtzugabe gegeben. Außerdem habe ich die Ärmel ein klein wenig weiter gemacht und die Mehrweite an der Armkugel eingehalten. Diese Änderungen haben gut funktioniert, denn die Bluse trägt sich sehr bequem.


Auch bei dieser Version habe ich den hinteren Schlitz weg gelassen, alle Nähte mit französischen Nähten versäubert und die kurzen Ärmel gewählt.


Welche Bluse ist eure Favoritin? Ich bin sehr froh, dass ich mit meinen neuen Blusen aus leichten Stoffen gut für das Übergangswetter gerüstet bin. Morgens trage ich einen warmen Cardigan über die Blusen, den ich gegen Mittag dann ablegen kann. 

Gerne hätte ich noch weitere Blusen genäht, Schnittmuster und Stoffe liegen schon bereit, aber zuerst ist meine Tochter an der Reihe, die neben einem Jumpsuit kuschelige Schlafanzüge bestellt. hat und dann möchte ich mir noch ein Kleid für einen Anlass nähen.

Habt einen schönen Mittwoch
Eure Julia

Mittwoch, 6. September 2023

Hemdblusenkleid Burda

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke.

Diesmal habe ich mich an ein Burda Kleid gewagt. Ich bin mit der Burda aufgewachsen, meine Mutter hat in den 80ern viel aus der Burda genäht und ich habe meine ersten Nähversuche vor 30 Jahren mit der Burda gemacht. In den letzten Jahren habe ich immer mal wieder eine Burda gekauft, da bis auf die Plusschnitte aber alle Schnitte zu klein für mich sind zu wenig daraus genäht. In der vorletzten Burda Curvy fiel mir ein Schnitt für ein ausgefallenes Blusenkleid sofort ins Auge. Eine Weile habe den Schnitt angeschmachtet, dann endlich Stoff bestellt und das Kleid umgesetzt.


Der Schnitt hat die Nummer 401 aus der Burda Curvy 2/23 und ist für Stretchwebware ausgelegt. Ich habe mich für einen Baumwollstretch mit 3% Elastan entschieden, den ich bei Lillesol & Pelle gefunden habe. Der Stoff ist formstabil, aber ausreichend stretchig. Leider war in der Anleitung der benötigte Stretchanteil nicht angegeben. Das hätte ich bei so einem figurnahen Schnitt hilfreich gefunden.


Das besondere an dem Schnitt sind die eingekräuselten Vorderteile, die in einer angesetzten Knopfleiste enden. Zusätzlich wird das Kleid mit Brust- und Rückenabnähern und einer hinteren Mittelnaht auf Figur gebracht. Sonst ist das Kleid ein klassisches Hemdblusenkleid mit Kragen und Kragensteg. Mit der Anleitung bin ich sehr gut zurecht gekommen. Genäht habe ich nach Maßtabelle Größe 48.


Ich musste einige Änderungen vornehmen. Der Schulterpunkt lag viel zu weit außen. Hier musste ich ganze 2 cm an jeder Seite wegnehmen. An der Hüfte saß das Kleid zunächst etwas eng. Deshalb habe ich ab Hüfthöhe etwas Weite an der Seite und der hinteren Mittelnaht herausgelassen, ca. 1,8 cm insgesamt. Außerdem habe ich die Rückenabnäher abstecken lassen sodass sie besser zu meinem Körper passen. Im Original hat das Kleid Midilänge. Das sah an mir jedoch altbacken aus, sodass ich das Kleid um 17 cm auf etwas über Knielänge gekürzt habe.


Mit dem Ergebnis bin ich wirklich glücklich. Ich finde der Schnitt macht eine tolle Figur, die Farbe des Stoffs macht mir gute Laune und durch den Stretchanteil ist das Kleid auch noch sehr bequem. Weil mir das Kleid so gut gefällt, halte ich schon Ausschau nach einem schönen Baumwollstretch für ein weiteres Exemplar.

Habt einen schönen Mittwoch.

Mittwoch, 2. August 2023

Jersey Wickelkleid Digital Roses

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. 

 Auf der Suche nach einem Schnitt für diesen schönen Viskosejerseystoff stieß ich auf den Schnitt Digital Roses aus der Ottobre Design 5/2019. Das Kleid ist ein Fake-Wickelkleid, das an einer Seite in der Seitennaht gerafft wird. Das eine Vorderteil wir in einem Stück zugeschnitten, das andere Vorderteil geht nur bis zur Taille und verschwindet hinter dem anderen Vorderteil. 


Ich habe mich für Größe 48 nach Maßtabelle entschieden. Über die Brust und an den Schultern passte mir das Kleid ohne Änderungen sehr gut, allerdings saß der Rest wie ein Sack und war viel zu Weit. Ich habe insgesamt 8 cm an Weite an der Seite heraus genommen. Meiner Meinung nach Funktioniert dieses Kleid nur mit negativer Mehrweite, da sich die eingekräuselte Drapierung an Taille und Hüfte sonst nicht um den Körper schmiegt sondern unschön herunter hängt. 


Als weitere Änderungen habe ich die Länge der Ärmel gekürzt, um sie der Jahreszeit anzupassen. Außerdem habe ich 5 cm bei der Saumlänge herausgenommen. In über Knie Länge saß das Kleid an mir ziemlich bieder aus. Der Stoff ist ein hochwertiger Viskosejersey, der sich gut verarbeiten lies. 


Die Verarbeitung am Halsausschnitt hat mir sehr gut gefallen, da im Ausschnitt zusätzlich zu einer Streifenversäuberung Frammilon eingearbeitet wird, das den Ausschnitt stabilisiert. Die Ottobre empfiehlt Einkräuselungen grunsätzich mit Frammilon zu machen. Für die seitliche Drapierung habe ich allerdings klassisch mit zwei Einhaltefäden eingekräuselt, meine bevorzugte Methode. 


Das fertige Kleid gefällt mir sehr gut und es trägt sich durch den weichen Viskosejersey sehr bequem. Ich kann mir sehr gut vorstellen den Schnitt noch einmal zu nähen. 


Mittwoch, 7. Juni 2023

Rhapsody Blouse aus Seide

Es ist wieder MeMadeMittwoch https://memademittwoch.blogspot.com/2023/06/memademittwoch-am-07juni-2023.html?m=1 und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. Ich habe heute ein ganz besonders schönes Stück zu zeigen. 

                                                

Vor einiger Zeit war ich gerade im örtlichen Stoffladen, als dort eine Lieferung italienischer Seide eintraf. Die Ladenbesitzerin und die Verkäuferinnen stürzten sich sofort auf das Paket und packten es aus und ich gesellte mich dazu. Ein Stoff war schöner als der andere. Dann wurde ich zu einem Event des Stoffladens eingeladen, bei dem unter anderem die neuen Sommerstoffe vorgestellt wurden. Bei dieser Gelegenheit gab es 20 % auf alle Stoff und ich habe zugeschlagen und mir 1.3 m der italienischen Seide gegönnt.


Bei der Schnittauswahl habe ich nicht lange gezögert und zu meinem Lieblingsschnitt für fließende Stoffe gegriffen, der Rhapsody Blouse von Love Notions. Es ist bereits mein viertes Exemplar nach diesem Schnitt.


Das Zuschneiden des flutschigen Stoffes war nicht einfach und ich habe ein Tuch untergelegt, damit der Stoff nicht verrutscht und einlagig zugeschnitten. Nähen lies sich der Stoff aber ohne Probleme und die Bluse ist grundsätzlich sehr zügig zu nähen und beinhaltet keine komplizierten Nähtechniken. 


Ich bin sehr glücklich mit meiner lässigen Seidenbluse.



Mittwoch, 3. Mai 2023

Zwei neue Blusen

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. Im April entstanden bei mir einige Blusen, zwei davon möchte ich heute vorstellen. Bei der ersten Bluse habe ich auf ein bewährtes Schnittmuster zurückgegriffen: Sombra von Lillesol & Pelle. Der verwendete Stoff ist ein ganz besonderer Schatz, Northern Lights, Design Käselotti von Swafing mit einem Papageientaucherprint. Der Stoff ist aus reiner Baumwolle, dünn und sehr fest gewebt.


Ich habe wie immer Größe 46 genäht (meine Maße fallen zwischen 46 und 48), doch da der Stoff so fest ist und wenig nachgibt, war die Bluse im ersten Moment etwas eng. Deshalb habe ich die Seitennähte nochmal aufgetrennt und etwas Nahtzugabe herausgelassen. So habe ich etwas über einen Zentimeter im Umfang gewonnen und die Bluse passt mir perfekt.


Ganz gegen meine Gewohnheit habe ich mich etwas ausgetobt und die schönen Stoffkanten mit verarbeitet. den vorderen Saum ziert nun der Schriftzug "Puffins", im Nacken habe ich "Northern Light" angebracht.



Mit der fertigen Bluse bin ich sehr zufrieden. 


Für die zweite Bluse habe ich den Schnitt Elisa von Fibre Mood verwendet. Die schlichte Bluse hatte ich schon lange auf meiner Nähliste und habe ihn nun endlich umgesetzt.


Zunächst dachte ich die Kragenlösung ohne Kragensteg wäre einfach zu verarbeiten. Tatsächlich fand ich die Kragenverarbeitung ziemlich herausfordernd und das Ergebnis ist nicht so sauber geworden wie ich es mir gewünscht hätte.

Elisa ist eine leicht Oversize geschnittene, kastige, kurze Bluse mit angesetztem Kragen ohne Steg und halblangen Ärmeln Die Knopfleiste wird mit Belegen verarbeitet. Ich habe mich nach Konsultation der Fertigmaßtabelle für Größe L entschieden. Nach Maßtabelle liege ich zwischen L und XL. Mit der Größenwahl bin ich sehr zufrieden.


Auch für diese Bluse habe ich einen besonderen Stoff verwendet. Der einfache Baumwollstoff hat kleine Fahrräder aufgedruckt und passt ganz besonders zu mir als leidenschaftliche Fahrradfahrerin.

Die roten Knöpfe kommen aus dem Nachlass meiner Oma. Es freut mich immer sehr, wenn ich etwas aus ihrem Knopfvorrat verwenden kann.


Mittwoch, 5. April 2023

Bluse Luova - Named Clothing

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. Ina von Fitzladen zeigt uns schon ein Outfit für den Frühling, auch wenn die aktuellen Temperaturen eher nach warmer Kleidung verlangen. 

Ich zeige heute nochmal ein warmes und kuscheliges Kleidungsstück, eine Hemdbluse aus Flanell. In karierten Hemden habe ich meine Jugend in den 90ern verbracht und nachdem genau solche Oberteile in diesem Winter plötzlich wieder in waren, wuchs in mir die Sehnsucht wieder ein solches Kleidungsstück zu besitzen. 


Im örtlichen Stoffladen entdeckte ich einen schönen karierten Flanell in Rost, Jeansblau und Creme, genau meine Farben. Als der Laden an einem verkaufsoffenen Sonntag 20% auf alle Stoffe gab schlug ich zu und kaufte 1,6 m von dem schönen Stoff. 


Ein passender Schnitt war schnell gefunden: die Bluse Luova aus dem Buch Building the Pattern von Named Clothing. Die lässige Passform mit überschnittenen Ärmeln schien mir perfekt für ein bequemes Hemd zum Überwerfen. Ich entschied mich Größe 7 zu nähen, das ist eine Größe kleiner als ich nach meinen Körpermaßen benötige, aber die Fertigmaßtabelle zeigte ausreichend Spielraum.

Beim Zuschneiden begann meine Begeisterung für das Projekt deutlich zu schwinden. Ich habe so gut wie keine Erfahrung beim Zuschneiden von Karo und fand es ziemlich herausfordernd. Außerdem verzog sich der locker gewebte Flanell immer wieder und machte akkurates Zuschneiden zur Herausforderung. 


Das Nähen hatte ich mir für das Nähtreffen in Heidelberg im Februar vorgenommen. Dort hatten wir dann jedoch die Möglichkeit einen kleinen Kurs im Freihandsticken mit Mixed Media mit Kasia von Mäde mitzumachen, sodass ich erst am späten Nachmittag mit meiner Bluse starten konnte. Grundsätzlich ist Luova für eine Bluse mit Knopfleiste nicht schwer zu nähen. Ich war aber schon relativ erschöpft als ich startete und hatte damit zu kämpfen, dass es im Buch drei verschiedene Varianten gibt, ein Kleid, die Bluse und eine Tunika und ich die Bluse mit der Kragenvariante des Kleides nähen wollte. Ich konnte die einzelnen Nähschritte nicht mehr zuordnen und legte die Arbeit nach einer Weile frustriert zur Seite. 

Einige Wochen konnte ich mich dann nicht mehr aufraffen an der Bluse weiter zu arbeiten. Als ich dann endlich weiter arbeitete, zeigte sich ein weiteres Problem, die Ärmel waren zu kurz und zu eng. Eigentlich sollten die Ärmel ohne Manschette mit einem Druckknopf verarbeitet werden. Dafür hatte ich in der Weite viel zu wenig Spielraum. Ich war kurz davor das Projekt in der Mülltonne zu entsorgen. 


Schließlich konnte ich mich dazu aufraffen die Ärmel aufzutrennen. Ich nähte sie mit einer kleineren Nahtzugabe zusammen und konnte so 6 mm Weite an jedem Ärmel gewinnen. Um die fehlende Länge zu kompensieren nähte ich kleine Manschetten und einen Manschettenschlitz. Mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden. 


Auch die Verarbeitung des Saumes war nicht so einfach, da er geschwungen ist, aber mit einer relativ großen Saumzugabe von 2 cm verarbeitet wird. Ich hätte lieber einen schmaleren Saum verwendet, das war aber nicht möglich, da sonst der Beleg nicht mit eingefasst worden wäre. Da das Vorderteil einen Abnäher enthält, passen die Karos an der Seitennaht nicht zusammen.


Auch wenn ich beim Nähen große Probleme hatte und mich wirklich zwingen musste das Projekt fertig zu stellen, bin ich mit dem Endergebnis sehr zufrieden. Die Bluse passt perfekt und ist genau so kuschelig und bequem wie ich mir sie vorgestellt habe. Beim Nähen habe ich mir geschworen nie wieder einen Schnitt von Named anzufassen. Nachdem ich nun aber mit dem Endergebnis so glücklich bin, kann ich mir gut vorstellen noch weitere Varianten von Luova zu nähen. Ich würde bei einer weiteren Version die Länge und Weite in den Ärmeln anpassen.