Freitag, 14. Juni 2019

Menschenskinder Sew-Along Finale Teil 2

Endlich habe ich alle Teile für den Menschenskinder Sew Along wird von Grüner Nähen und Kleine Stöpsel beisammen.

Die drei Leggins waren schon für über einer Woche fertig und ich habe sie euch hier schon gezeigt. Mein Hauptprojekt war deutlich aufwändiger als die drei Leggins. Ich habe nämlich eine Jeans, ein Hemd und eine Jacke genäht. Meine Pläne dazu könnt ihr hier nachlesen. Einen Zwischenstand mit der fertigen Hose und dem fertigen Hemd habe ich hier schon gezeigt.

Begonnen habe ich mit der Hose nach dem Schnitt Baggy Bottom aus der Ottobre 1/15. Die Hose war leicht zu nähen und gefällt mir wegen der vielen schönen citronengelben Ziernähte sehr gut. Ich habe dafür eine alte Jeans meiner Mutter recycled. Das Töchterchen ist leider nur mäßig begeistert. Sie zieht die Hose zwar an, aber ein Lieblingsteil ist sie nicht geworden.


Das Hemd nach dem Schnitt Oliver aus der La Maison Victor 2/2019 ist mir ebenfalls sehr gut gelungen. Der tolle Citronenstoff ist einfach der Knaller und ich habe das Hemd auch relativ ordentlich genäht, mit Kragen und Steg und Knopfleiste. Bei der Knopfleiste musste ich etwas trixen, da ich beim Zuschnitt nicht verstanden hatte, das eine Seite des Vorderteils einen angeschnittenen Knopflochbeleg hab, während für die andere Seite ein separater Beleg zugeschnitten wird. Ich habe es aber hinbekommen, dass der Fehler nicht zu sehen ist. Neu zuschneiden ging nämlich nicht, weil ich von dem schönen Citronenstoff nur 65 cm hatte. Das war sowieso knapp und ich konnte auf den Musterverlauf keine Rücksicht nehmen.


Das Kind ist von dem Hemd sehr angetan und hat es schon mehrfach getragen. Wenigstens habe ich mit diesem Kleidungsstück ihren Geschmack getroffen.







Die Jacke war das größte Projek meiner kleinen Citronen Kollektion. Zunächst hatte ich geplant einen Paw-Patrol Aufnäher auf das Rückenteil zu nähen und dafür auch schon ein Panel Stoff bestellt. Nachdem ich Hemd und Hose fertig hatte, wollte das aber überhaupt nicht zu den beiden anderen Kleidungsstücken passen. Ich habe also umgeplant und bin von Paw Patrol auf die Sendung mit der Maus umgeschwenkt.


Die Maus lies sich leicht als Vorlage finden und applizieren. Dafür habe ich einen Rest Wolle/Seide Stoff in orange verwendet und andere kleine Reste Jersey. Die Maus hat einen citronengelben Luftballon dabei, wobei wir wieder beim Citronenthema wären.






Zum ersten Mal habe ich die Buchstaben-Stickfunktion meiner Nähmaschine genutzt. Das Ergebnis gefällt mir.





Der Schnitt der Jacke ist Käp´n Knoop von Rabaukowitsch. Die Jacke lies sich problemlos nähen, auch wenn ich kein Fan der Rabaukowitsch Anleitungen bin. Diese sind zwar optisch hübsch, für meinen Geschmack aber zu chaotisch aufgebaut. Zum Glück war das nicht meine erste Jacke, sodass ich nur bei den Taschen nachgeschaut habe, wie diese zu nähen sind.


Die eckigen Tascheneingriffe an der Seitennaht sind etwas außergewöhnlich und wie ich finde ein sehr hübsches Deteil. Ich habe den Futterstoff herausspitzen lassen, diesen aber noch mit Walk unterlegt (der untere Taschenbeutel ist damit doppellagig), damit es nicht durch die Tascheneingriffe hineinziehen kann.


Der Walkloden stammt aus dem Stoffundus meiner Mutter. Er ist aus reiner Wolle und von sehr guter Qualität. Leider ist er relativ kratzig, sodass ich meinen ursprünglichen Plan die Jacke einlagig zu nähen fallen lassen musste. Statt dessen habe ich einen fröhlichen, bunten Blumenstoff aus Baumwolle, ebenfalls aus dem Lager meiner Mutter, als Futter eingenäht.


Die Kanten habe ich mit Wolltresse von Danisch Pur eingefasst. Im Jacken E-book sind optional Paspelknopflöcher erklärt, die ich sehr schick finde. Ich konnte mich allerdings nicht dazu aufraffen noch eine neue Technik zu lernen und habe deshalb normale Knopflöcher gemacht. Die Knöpfe in Holzoptik stammen aus meinem großen Knopffundus.


Vielen Dank an Meike und Karin für die Organisation des Sew-Alongs. Es hat mir sehr große Freude gemacht und mich motiviert und ich hoffe, dass es nächstes Jahr einen weiteren Sew-Along geben wird.

Viele liebe Grüße
Julia

Schnitte: Käp´n Knoop von Rabaukowitsch, Oliver aus der La Maison Victor 2/2019, Baggy Bottom aus der Ottobre 1/15

Mittwoch, 5. Juni 2019

Menschenskinder Sew-Along Finale Teil 1

Näht drei zusammengehörige Unisex-Kleidungsstücke für ein Baby, ein Kind oder einen Teenie!

Der Menschenskinder Sew Along wird von Grüner Nähen und Kleine Stöpsel organisiert. Vielen Dank dafür!

So schnell sind die ersten vier Wochen des Sew-Along vorbei gegangen. Zum Glück haben wir noch zwei Wochen für die Verlinkung, denn ich bin mit meinem Großprojekt der Jacke noch nicht fertig. Sie soll zu der Jeans und dem Citronenhemd passen. Entgegen meiner ersten Idee werde ich keinen Paw Patrol Aufnäher für die Jacke verwenden. Statt dessen habe ich eine Applikation gefertigt, die ganz wunderbar geworden ist und mir viel besser gefällt als der fliegende Hund. Das Töchterchen hat die Applikation auch schon für gut befunden. Sie wusste aber auch nichts von meinern Paw Patrol Plänen. Das Panel werde ich anderweitig für sie vernähen.

Fertig geworden bin ich mit den drei Leggins, die ich fürs Töchterchen genäht habe. Mein Plan war möglichst zurückhaltende, neutrale Farben zu wählen, damit die Leggins gut kombiniert werden können. Bei zwei der drei Leggins ist mir das auch geglückt. Die dritte ist etwas bunter ausgefallen.


Genäht habe ich den Schnitt "Cutest Ever" aus der Ottobre 1/2019. Der Schnitt ist sehr simpel, besteht nur aus einem Schnittteil, drei Nähten und drei Säumen. Die drei Leggins habe ich an einem Abend genäht. Sie wurden vom Kind gleich gut angenommen und auch schon fleißig getragen. Die graue Leggins mit den Pfeilen drauf ist die gefährliche Leggins, wegen der Pfeile. Weil, "mit Pfleilen schießen ist gefährlich."

Jetzt heißt es noch die Jacke fertig stellen, damit ich euch das Citronenset noch im Verlinkungszeitraum vorstellen kann.

Habt es fein
Julia

Rock Rosalie - La Maison Victor

Heute ist ein schöner Tag, denn heute ist MeMadeMittwoch.


Zeitschriften begleiten mich schon seit ich denken kann (auf jeden Fall schon länger als ich lesen kann). Früher habe ich die Burdahefte meiner Mutter durchgeblättert. Heute Hüte ich meine eigenen Nähzeitschriften wie einen Schatz. Seit 2016 kaufe ich die La Maison Victor und es war von Anfang an eine große Zeitschriftenliebe. Ich mag die wertige Aufmachung, das dicke Papier, die schönen Fotostrecken. Mir gefällt, dass die Modelle aus verschiedenen Winkeln fotografiert werden und es ausführlich bebilderte und verständliche Anleitungen gibt. Besonders gut gefällt mir auch immer die Stoffauswahl. Viele Modelle würde ich direkt so anziehen wie sie in der Zeitschrift präsentiert werden.

Das Heft März/April 2019 gefällt mir ganz besonders gut. Nach dem Top Kimmy habe ich den Rock Rosalie in Angriff genommen. Im Original ist das ein Faltenrock in Midilänge. Ich habe ihn aus Stoffmangel auf Knielänge gekürzt.


Der Rock hat mich einige Nerven gekostet. Nicht etwa weil er schwer zu nähen war sondern weil ich sehr viel anpassen musste und deshalb mehrfach aufgetrennt habe. Nach Maßtabelle habe ich eine Größe 44 gewählt, doch der Rock war mir viel zu weit. Im ersten Schritt habe ich an den Seiten Weite heraus genommen und den hinteren Bund weiter überlappen lassen. Jetzt passte zwar der Rock, die Falten saßen allerdings nicht mehr dort wo sie sollten und v.a. von hinten sah der Rock extrem unvorteilhaft aus. Ich habe also den Bund noch einmal abgetrennt und die Falten neu gelegt, etwas weiter zur Mitte versetzt. Von vorner gefällt mir der Rock ausgesprochen gut. Hinten tragen die zur Mitte gelegten Falten immer noch auf, es ist aber akzeptabel für mich.


Der Schnitt hat einen Formbund und Nahttaschen. Beides gefällt mir ausgesprochen gut und der Formbund sitzt viel besser als ein gerader Bund. Eine geraden Bund hat z.B. mein Rock Dolores. Bei diesem Rock haben ich meinen ersten Nahtreißverschluss eingenäht und es hat einwandfrei geklappt. Der Bund wird zusätzlich mit zwei Druckknöpfen verschlossen.


Der Stoff ist eines der Schätzchen die ich aus dem Stofflager meiner Mutter übernommen habe. Es ist ein sehr hochwertiger Satin, der wahrscheinlich in den 80ern gekauft wurde. Er hat ein Muster aus grünen Blümchen auf weißem Grund. Da der Stoff nur 90 cm breit lag, konnte ich das Vorderteil nicht im Bruch zuschneiden. Durch die Falten und das Muster empfinde ich das allerdings nicht als störend.


Habt einen schönen Mittwoch
Julia

Montag, 3. Juni 2019

Buchstäblich bunt - J

Das J war der Buchstabe für den Monat Mai bei Maikas Aktion Buchstäblich Bunt. Dazu fielen mir gleich zahlreiche Projekte ein und ich habe so einiges umgesetzt. Für das Tochterkind gab es eine neue Jeans aus einer abgelegten Jeans von Oma. Dann habe ich noch an einer Jacke fürs Töchterchen gearbeitet, die allerdings noch nicht fertig ist. Außerdem habe ich drei Leggins aus Jersey genäht.

Heute möchte ich euch noch einen Jerseyrock zeigen, der von der Idee zur Fertigstellung nicht länger als 15 Minuten gedauert hat.


Er entstand aus einem Kleid, das ich mir vor einigen Jahren genäht habe und das ich schon länger nicht mehr getragen hatte. Der Stoff ist wunderschön, passte aber nicht mehr so recht für mich. An einem vorhandenen Röckchen habe ich die richtige Länger für die Tochter abgemessen, den Rockteil des Kleides auf der passenden Höhe abgeschnitten, oben eingekräuselt und ein Bündchen angenäht. Fertig war der Jerseyrock, der seit dem vom Tochterkind jeden Tag getragen wird.

Habt einen guten Wochenstart
Julia

Verlinkt
Upcycling Love

Sonntag, 26. Mai 2019

Stoffspielereien - Heimat

Heimat kann und muss man sich selbst schaffen. Es geht nicht darum, sich einen Seppelhut aufzusetzen und ein Spiel mitzuspielen, dessen Regeln andere geschrieben haben.
Heimat muss man sich selbst bauen, ob es nun ein Haus ist, ein Garten oder eine Gemeinschaft. Erst dem Tun erwächst Zugehörigkeit, die wird einem nicht automatisch verliehen. 
Heimat ist etwas auf das man sich zubewegen muss. Ein Ort den man findet, manchmal nach langer Suche, manchmal aus Zufall. Gelegentlich ist es der selbe Ort von dem man aufgebrochen ist. 
Und wo nun der richtige Ort ist, wie weiß man das? Gestern sagte jemand im Fernsehen „Glück ist, wenn man´s merkt.“ Das stimmt und man könnte es gut abwandeln „Heimat ist, wenn man´s merkt.“

Meike Winnemuth: Bin im Garten – ein Jahr wachsen lassen



Heimat, ein schwieriges Thema ist es das diesen Monat für die Stoffspielereien ausgesucht wurde und das bei Nahtlust gesammelt wird. Seit das Thema bekannt gegeben wurde habe ich immer wieder darüber nachgedacht. Ich wollte mich damti auseinandersetzen und etwas beitragen.


Als erstes fielen mir Trachten ein, aber ich selbst verbinde mit Trachten überhaupt nichts. Bis auf ein von meiner Mutter selbstgenähtes Dirndl das ich im Alter von vier Jahren getragen habe, habe ich nie Tracht getragen und habe auch nicht vor das zu tun. In der Gegen in der ich aufgewachsen bin (Mittelfranken) wird auch nicht so viel Tracht getragen.

Das erste Mal kam ich bei meiner Schwiegerfamilie mit Tracht in Berührung. Dort trägt die Schützenvereinigung zu Festtagen Tracht.

Da es mich interessierte ob es auch in der Pflalz in der ich jetzt lebe noch Trachten gibt, habe ich etwas Recherchiert, aber nicht viel gefunden. Histrorische Trachten für Damen waren wohl lange Röcke und Schürzen und Hauben. Ich habe es aber noch nie erlebt, dass hier in der Gegend Tracht getragen wurde.


Der Begriff Heimat ist für mich ein schwieriger. Ich habe so etwas wie ein Gefühl der Heimat nie erlebt. Geboren bin ich im Rheinland, aufgewachsen in Franken. Meine Eltern kommen aus Hessen, einer meiner Großväter war aus Thürigen.
Ich habe nie einen Dialekt sprechen gelernt obwohl ich sowohl Fränkisch als auch Hessisch verstehe.
Meine Tochter ist in der Pfalz geboren und hat einen Vater mit fränkischen und polnischen Wurzeln.
Vor über 20 Jahren bin ich von zu hause ausgezogen und habe seit dem an verschiedenen Orten in Deutschland gewohnt, einige Monate auch im Ausland. Ich war in Bonn, Köln und Gießen, im Schwarzwald und Würzburg und auch kurz mal wieder in Franken. Seit neun Jahren wohne ich in der Pfalz und in einem Monat werden wir noch einmal innerhalb der Pfalz umziehen.

Wir Beziehen eine Wohnung in einer Wohnanlage die als Gemeinschaftswohnprojekt gebaut wird. Wir werden dort Tür an Tür mit anderen Menschen wohnen die sich wie wir für eine Gemeinschaft entschieden haben. Wir kennen schon jetzt alle unsere Nachbarn. Wir haben einen langen und nicht immer einfachen Weg der gemeinsamen Planung hinter uns.

Am letzten Wochenende las bei einem Treffen eine unserer zukünftigen Nachbarinnen den Text von Meike Winnemuth vor, der gleich zu Anfang meines Textes steht. Und er hat mich mitten ins Herz getroffen. Kurz darauf entdeckte ich dieses Häkelkissen und plötzlich wusste ich was mein Projekt für die Stoffspielereien werden würde.



Meine vor fünf Jahren verstorbene Oma hat sehr gerne gehandarbeitet. Sie hat mir als ich vier Jahre als war das Häkeln beigebracht. Sie selbst hat gehäkelt, gestrickt (auf einer wunderbaren Strickmaschine), Tischdecken bestickt und Teppiche geknüpft. Sie hat sich immer sehr gefreut, wenn ich eine der schönen bestickten  oder gehäkelten Tischdecken mitgenommen habe. Ich besitze eine große Auswahl an Erinnerungsstücken an meine Oma. So auch diese Häkeldecke. Was mir fehlt in der passende runde Tisch zur Decke. Ich habe sie zwar gelegentlich benutzt, zu letzt vor einigen Jahren unter dem Weihnachtsbaum. Seit dem fristete sie ihr Dasein im Schrank. Nun hat sie ein neues Leben bekommen, denn ich habe mir einen Kissenbezug damit genäht. Zu der Häkeldecke hatte ich ein genau passendes großes Kissen, das einen neuen Bezug brauchte. Den alten Bezug habe ich als Muster genommen und einen neuen Bezug aus lila Baumwollstoff genäht. Bevor ich die beiden Seiten zusammengenäht habe, habe ich die Häkeldecke auf den Baumwollstoff gesteckt und am Rand einmal mit der Nähmaschine rundum genäht, um die Spitze zu fixieren. Dann habe ich noch einmal mit der Overlock rund herum genäht und dabei die überstehende Häkelspitze abgeschnitten. Dann habe ich in die Naht einen Reißverschluss eingenäht und die Ränder der beiden Bezugteile rechts auf rechts aneinander genäht. 





Das Kissen erinnert mich an meine Wurzeln, an eine Zugehörigkeit. An die Menschen die mich in meinem Leben begleitet haben. Es soll mich nun begleiten in mein neues Abendteuer, soll mir Helfen ein Stück neue Heimat zu schaffen.

Herzlichst Julia

Die nächsten Termine der Stoffspielereien
28.04.2019: "100 Jahre Bauhaus" bei Siebensachen zum Selbermachen https://siebensachen-zum-selbermachen.blogspot.co.at/ 
26.05.2019: "Heimat" bei Nahtlust https://nahtlust.de/ 
30.06.2019: "Afrika" bei made with Blümchen https://www.madewithbluemchen.at/ 
29.09.2019: „Miniatur" bei Feuerwerk bei Kaze https://feuerwerkbykaze.blogspot.com/ 
27.10.2019: "Handweben" bei Schnitt für Schnitt http://schnittfuerschnitt.de/ 
24.11.2019: (Thema noch nicht fix) bei Nähzimmerplaudereien https://naehzimmerplaudereien.com/ 
Einen Überblick über die bisherigen Stoffspielereien findest Du bei „Siebensachen zum Selbermachen“. .

Donnerstag, 23. Mai 2019

Wolle/Seide Shirt für mich

Gerne trage ich das Wolle/Seide Shirt das ich aus meiner ersten Bestellung bei Danisch Pur genäht habe zum Fahrrad fahren, denn das Material nimmt Feuchtigkeit sehr gut auf ohne sich nass anzufühlen. Da das Shirt ab und an in die Wäsche muss, wollte ich schon lange ein zweites haben und endlich habe ich es in Angriff genommen.


Ich wollte möglichst wenig Stoff neu kaufen, da das Material nicht gerade billig ist und auch vorhandene Reste verwenden. Der geringelte Stoff war noch in meinem Vorrat ca. 50 cm. Dazu habe ich den weißen Stoff bestellt, 70 cm und zum ersten Mal Wolle/Seide Bündchen.


Der gewählte Schnitt ist das AnniNanni Basisshirt, das ich sehr gerne für mich vernähe, wenn ich ein eng anliegendes Shirt haben möchte. Ich habe meine normale Größe 46 gewählt. Da Wolle/Seide Jersey sehr dehnbar ist, sitzt das Shirt relativ locker. Für Ärmelsäume und Halsausschnitt habe ich den Bündchenstoff verwendet. So bin ich mit Den 50 cm Streifenstoff für die Ärmel und 70 cm weißem Stoff für Vorder- und Rückenteil ausgekommen. Aus den Resten lässt sich sicher noch ein Unterhemd nähen.


Ich trage das Shirt gerne zum Fahrrad fahren oder einfach als unterste Schicht, wenn es richtig kalt ist.

Schnitt: AnniNanni Basisshirt
Stoff: Wolle/Seide Jersey von Danisch Pur (kbT)


Verlinkt zu DuFürDichamDonnerstag,


Dienstag, 21. Mai 2019

Menschenskinder Sew Along - Zwischenstand

Zwischenstand: So weit sind meine Pläne gediehen – und manchmal ändern sich Pläne auch auf dem Weg…

Der Menschenskinder Sew Along wird von Grüner Nähen und Kleine Stöpsel organisiert. Vielen Dank dafür!

Den Plänen für mein erstes Projekt, ein Set aus Hose, Hemd und Jacke bin ich treu geblieben und ich bin auch schon richtig weit gekommen. Meine Pläne könnt ihr hier nachlesen Zwei der drei Kleidungsstücke sind bereits fertig. Ich habe mit dem leichtesten Stück der Hose angefangen. Da sie wirklich schnell und einfach zu nähen war, habe ich die in der Anleitung vorgesehenen Verzierungen auf den Taschen mit einem dreifach Geradstich gesteppt. Damit war die Hose doch mit etwas Arbeit verbunden, das Ergebnis überzeugt mich aber sehr.


Der Schnitt ist Baggy Bottom aus der Ottobre 1/2015. Der Bund ist angeschnitten und wird mit einem Gummiband genäht und die Taschen vorne und hinten sind aufgesetzt.


Ich habe eine alte Jeans meiner Mutter wiederverwendet, die zum Glück keine Gesäßtaschen hatte, sodass ich alle Schnitteile ohne Stückelung zuschneiden konnte. Die Jeans hätte sogar für die ganze Kinderhose gereicht, wenn ich nicht einen Fehler beim Taschenzuschnitt gemacht hätte. So musste ich für die Vordertaschen auf eine weitere alte Jeans zurückgreifen.


Um eine Verbindung zum gelanten Citronenhemd herzustellen, habe ich die Nähte mit citronengelbem Garn abgesteppt. Das sieht wirklich schick aus. Ich habe Größe 116 für mein 113 cm großes Kind genäht und die Hose passt sehr gut.


Als nächstes habe ich mit dem Hemd/der Bluse weiter gemacht. Der Schnitt kommt aus der La Maison Victor 2/2019. Für das Hemd habe ich deutlich länger gebraucht als für die Hose. Knopfleiste, Kragen und Knopflöcher erfordern doch einiges an Konzentration. Gleich zu Beginn herrschte bei mir große Verwirrung bis mir auffiel, dass ich das Vorderteil mit der angeschnittenen Knopfleiste falsch zugeschnitten hatte. Hier fehlte die Zugabe für die Knopfleiste. Leider hatte ich keinen Stoff mehr übrig und musste deshalb improvisieren. So wurde die untere Knopfleiste deutlich schmäler als vorgesehen. Da ich kleine Knöpfe gewählt habe, fällt das beim fertigen Hemd aber gar nicht auf.


Auch für das Hemd habe ich Größe 116 gewählt. Die vorhandenen 65 cm Stoff reichten genau für das Hemd. Nur die innere Passe musste ich aus einem anderen Stoff zuschneiden. Auf diese habe ich gleich ein Namensschild aufgenäht.


Jetzt werde ich mich an den Zuschnitt der Jacke machen. Mal sehen wie ich den Brückenschlag von Skye zu Citronen hinbekomme.

Außerdem möchte ich gerne noch ein weiteres Projekt anschließen. Es sollen drei neue Leggins in neutralen Farben enstehen, da das Kind gerade sehr gerne Leggins trägt und einige kürzlich wegen Löchern aussortiert werden mussten. In der Ottobre 1/2019 ist ein einfacher Legginsschnitt enthalten, den ich ausprobieren möchte.

Verlinkung: Creadienstag, Menschenskinder  
Upcycling Love