Mittwoch, 7. September 2022

Zwei weitere neue Kleider

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und ich freue mich meine zwei letzten Sommerkleider für dieses Jahr vorzustellen. 

Mein Knotenkleid von Sewera habe ich im Juni schon auf dem Bügel hängend gezeigt. In unserem Kroatienurlaub im August habe ich endlich ein Tragebild bekommen (aber nur eines) und kann euch das Kleid an der Frau zeigen. Den steinigen Weg zum Kleid habe ich hier beschrieben. Das Kleid ist perfekt um damit entspannt in der Strandbar zu sitzen. 


Ein weiteres Kleid habe ich nach dem Schnitt Kate aus der Fibre Mood genäht. Die Bilder hat meine siebenjährige Tochter freundlicherweise von mir gemacht. 


Für Kate habe ich mich entschieden, weil ich ein Kleid im 90s Style nähen wollte in Erinnerung an ein Kleid das ich in den 90ern getragen habe. Das Kleid hat eine durchgehende Knopfleiste, einen Rock aus Panelen und im Oberteil sowohl Brust als auch Taillenabnäher. Die Ärmel sind sehr weit (Trompetenärmel?). Eigentlich hat das Kleid auch Taschen in der Seitennaht und ich habe diese auch eingenäht. Da sie mir aber zu sehr aufgetragen haben, habe ich sie wieder herausgetrennt. 


Ich hatte noch einen Leinenstoff im Vorrat, der sich perfekt für ein Probemodell eignete. Leider hatte ich nur 2,3 m von diesem Stoff und es werden 2.8 m benötigt. Mit den 2.3 m bin ich hingekommen, weil ich die Ärmel gegen den Fadenlauf zugschnitten und gekürzt habe. 

                                                     

Ich habe mich an der Körpermaßtabelle orientiert und auch noch die Fertigmaßtabelle zu Rate gezogen und Größe 48 genäht. Mit dieser Wahl bin ich sehr zufrieden. 


Das Kleid hat ganz großes Wiederholungspotential. Wahrscheinlich würde ich an eine weitere Version andere Ärmel basteln, um noch näher an den 90s Look heran zu kommen. In diesem Jahr wird es allerdings keine weiteren Sommerkleider geben. Vielmehr habe ich angefangen mich auf den kommenden Herbst vorzubereiten. 

Habt einen schöne Mittwoch

Eure Julia



Mittwoch, 3. August 2022

Zwei neue Sommerkleider

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und ein perfekter Tag, um meine neuen Sommerkleider vorzustellen. In diesem langen Sommer lohnt es sich endlich schöne Sommerkleider zu nähen und der bevorstehende Sommerurlaub hat mir zusätzliche Motivation gegeben. Insgesamt sind diesen Sommer schon vier neue Kleider entstanden, zwei aus Jersey, zwei aus Webware, alle vier sehr unterschiedlich.

Heute möchte ich das Kleid Malta aus der La Maison Victor Juli/August 2019 und das Jerseykleid Frederike von Konfettipattern vorstellen. Mit Malta habe ich mich ziemlich aus meiner Komfortzone gewagt, denn ein Trägerkleid habe ich schon lange nicht mehr besessen und noch nie genäht. Der Wunsch ein solches Kleid zu besitzen kam ganz spontan während der anhaltenden Hitzeperiode und ich habe auf einer Decke im Freibad Schnittmusterhefte gewälzt.


Da ich ein so auf Figur sitzendes Kleid nicht ohne Probe nähen wollte, habe ich zuerst das Futterteil des Oberteils genäht und daran ein paar Anpassungen an den Prinzessnähten gemacht. Diese habe ich dann so gut es ging auf den Schnitt übertragen. Leider wichen in der Konsequenz Futter- und Oberteil leicht von einander ab. Ich hätte besser beide Teile neu zugeschnitten. Mit etwas Tricksen ging es aber doch und am fertigen Kleid fallen die Ungenauigkeiten nicht  auf. Die Träger musste ich deutlich kürzen.


Der Schnitt hat ein gefüttertes Oberteil mit Prinzessnähten, ein Taillenband und einen A-Linienrock. Laut Anleitung ist es nicht vorgesehen das Taillenband zu füttern. Ich habe mich aber auch hier für Futter entschieden. Hinten wird das Kleid mit einem Nahtreißverschluss geschlossen. 


Das Kleid könnte sicher noch einige kleine Anpassungen hier und da vertragen, aber insgesamt sitzt es für so ein eng geschnittenes Kleid sehr gut. Leider musste ich feststellen, dass ich es alleine weder an- noch ausziehen kann und das stört mich gewaltig. Der hintere Ausschnitt sitzt zu tief und da das Kleid auf Figur sitzt, kann ich es auch nicht nach oben ziehen, um den Reißverschluss zu erreichen. Obwohl mir das Kleid sehr gut gefällt, wird es aus diesem Grund keine weitere Version geben. 


Der Außenstoff ist eine Webware von Lillestoff in mittelschwerer Qualität. Der Stoff ist etwas leichter als ein Quilting Cotton, aber schwerer als ein Hemdenstoff. Ich habe das Kleid aus 1,5 m Stoff heraus bekommen, obwohl ich das Muster beachtet habe. Im Schnittmuster wird ein Stoffbedarf von 1,65 m angegeben. Der Futterstoff ist ein leichter Hemdenstoff. Im Brustbereich habe ich Größe 46 gewählt und zur Taille hin auf 48 gradiert. Das war eine perfekte Wahl.



Mein zweites Sommerkleid ist eher das Gegenteil des aufwändigen Webwarekleides mit Futter. Frederike ist ein unkompliziertes Jerseykleid und sehr schnell genäht. Eine erste Version dieses Kleides habe ich letztes Jahr aus Probestoff genäht und das Kleid trotz der nicht ganz überzeugenden Stoffwahl viel getragen. Besonders gerne trage ich das Kleid zum Ins Schwimmbad Gehen, weil es gut vor der Sonne schützt und ein Badeanzug darunter bequem an- und aus gezogen werden kann.


Die neue Version habe ich aus einem gestreiften Baumwolljersey von Lillestoff genäht, den ich im Totalausverkauf von Lillestoff für wenig Geld erwerben konnte. Auf den Bildern wirkt der Stoff etwas psychedelisch verzerrt, in Wirklichkeit ist der Stoff navy/weiß gestreift. Der Stoff hat das perfekte Gewicht für das Kleid. 


Frederike ist ein schnell zu nähendes Kleid, das durch die vier Frontabnäher und zwei Rückenabnäher sehr schön am Oberkörper sitzt. Es gibt viele verschiedene Ärmelvarianten. Ich habe mich für einen einfachen kurzen Ärmel entschieden. Für den Rock bin ich vom Schnittmuster abgewichen und habe mich an der Stoffbreite orientiert. Den Rock habe ich gegen den Fadenlauf zugeschnitten, was bei diesem relativ stabilen Jersey kein Problem ist. 


Den Rock habe ich nicht  nach dem Schnittmuster zugeschnitten sondern mich am vorhandenen Stoff orientiert. Der Rock ist deshalb etwas weniger eingekräuselt als eigentlich vorgesehen. Die Schultern habe ich leicht verschmälert. Genäht habe ich Größe 46, wobei ich von meinen Maßen her eher in Größe 48 falle. Von meinem Probemodell wusste ich aber, dass mir die 46 gut passt. Da ich eher schmale Schultern habe, tendiere ich bei Jerseyteilen oft zur kleineren Größe.

Mein Ziel ein schönes Kleid für den Strand zu nähen habe ich auf jeden Fall erfüllt. Es macht sogar auch zu anderen Gelegenheiten eine gute Figur. Mit dem Kleid Malta sehe ich mich in einer Strandbar sitzen und an einem Cokctail nippen.

Habt einen schönen Mittwoch

Eure Julia

Mittwoch, 6. Juli 2022

Bluse Sombra Lillesol

 Heute ist wieder MeMadeMittwoch und bei mir macht sich Panik breit, habe ich doch im letzten Monat nichts genäht, das ich zeigen kann. An werbefreien Kreationen ist nur eine missglückte Hose entstanden, die ich letzte Woche schon verbloggt habe. Was also tun? Ich könnte einfach alte Fotos verwenden und einen Blogartikel über meine liebsten Hemdblusenkleider schreiben. Vielleicht auch noch meine Nähpläne für weitere Kleider vorstellen. Während ich so über Hemdblusenkleider nachdenke kommt mir in den Sinn, dass ich den Schnitt Sombra von Lillesol & Pelle gerne in der Kleidversion nähen würde und dabei merke ich, dass ich heute die Blusenversion dieses Schnittes trage und dann fällt mir ein, dass ich diese Bluse überhaupt noch nicht verbloggt habe. Also habe ich schnell Foto gemacht.

Hier ist sie also Bluse Sombra von Lillesol & Pelle aus einem wunderbaren Leinenstoff.


Es ist bereits das zweite Exemplar nach diesem Schnitt und ich liebe beide Blusen sehr. Für den Sommer ist die Bluse aus Leinen besonders angenehm. Den Leinenstoff habe ich letztes Jahr als Reststück auf dem Stoffmarkt gekauft. Die 1,3 m haben genau für die Bluse gereicht. 

Gerne möchte ich noch weitere Sombras nähen. Einen schönen Leinenstoff habe ich hier noch liegen, der sich sehr gut für die Kleidversion des Schnittes eignen würde.

Zu meiner Sombra trage ich übrigens die Hose Mountain View Pull On Jeans von Itch to Stitch.

Habt einen schönen Mittwoch

Eure Julia

Dienstag, 5. Juli 2022

Ottobreoutfit fürs Tochterkind

Ein Outfit aus der aktuellen Kinderottobre (3/2022) war bei mir Liebe auf den ersten Blick. Auch meine Tochter war hin und weg von den Produktfotos und wollte bitte sofort ein Outfit nach dieser Vorlage haben. Die Rede ist von den Schnitten Tiny Aisha und Selena, ein gewickeltes Croptop und ein kurzer Stufenrock. 


Das Top ist vom Design ziemlich außergewöhnlich. Es hat einen rechteckigen Ausschnitt, Puffärmel und ein gewickeltes Rückenteil. Mit Bindebändern wird das Wickeloberteil vorne zusammen gehalten. Der Rock ist sehr einfach mit einem Bund mit eingezogenem Gummi und drei rechteckigen Rockteilen die eingekräuselt werden. Aus Stoffmangel habe ich nur zwei Rockteile genäht. 


Zum Glück hatte ich einen passenden Stoff auf Lager, ein ganz wunderbarer Double Gauze von Nani Iro, denn ich gebraucht über  Stoffetauschen.com gekauft habe. Die vorhandenen 1,8 m haben nicht ganz gereicht, weil der Stoff relativ schmal liegt. Deshalb habe ich nur zwei Rockstufen genäht anstatt drei. 


Das Top habe ich in Weite 134 und Länge 140 genäht. Meine Tochter ist 133 cm groß und hat einen langen Oberkörper. Den Rock habe ich komplett in 140 genäht, er könnte aber tatsächlich etwas länger sein. 
Die Konstruktion des Oberteils ist sehr durchdacht und hat großen Spaß gemacht. Es wird am Halsausschnitt und am unteren Abschluss mit Belegen versäubert. Die Bindebänder werden zwischengefasst. 

Die hochwertige Double Gauze ließ sich wunderbar verarbeiten. Das Outfit wird vom Tochterkind mit großer Begeisterung getragen. 

Habt einen schönen Dienstag

Eure Julia

Dings vom Dienstag

Creativsalat

Mittwoch, 29. Juni 2022

Kleider Sew-Along kurze Hose

Das Thema für den Kleider Sew-Along  von Augensterns Welt für den Monat Mai war kurze Hosen oder Badebekleidung. An beidem habe ich akuten Bedarf, denn an kurzen Hosen besitze ich nur zwei abgeschnittene Jeans die mir nicht optimal passen und ich besitze nur einen Badeanzug der mir leidlich passt. 

Wie so oft war der Monat schneller vorbei als gedacht, aber auf den letzten Drücker habe ich es geschafft eine kurze Hose zu nähen und das Schnittmuster für einen Tankini ist immerhin schon geklebt und ausgeschnitten (Marilyn von TinaLisa).


Bei der Hose habe ich mich für ein schnell genähtes Modell von Cashmerette entschieden, die Magna Pants aus dem Buch Ahead of the Curve. Die Hose hat vorne einen unelastischen Bund und hinten einen elastischen. mit Gummi. Geschlossen wir die Hose mit einem seitlichen nahtverdeckten Reißverschluss. Sie hat keine Taschen und ist im original Fessellang. Ich habe sie auf knapp unter Knielänge gekürzt. Da mein Hintern meist etwas mehr Raum braucht habe ich in der hinteren Schrittnaht 2 cm Höhe hinzu gegeben.


Der Stoff ist ein wunderbarer Leinen-Viskosemix, den ich im örtlichen Stoffladen gekauft habe. Entgegen alle Vernunft habe ich mich gegen ein Nesselteil entschieden, hatte ich doch mit der Ames Jeans von Cashmerette so gute Erfahrung gemacht. Leider ist die Hose was sie Passform angeht ein völliger Reinfall. Ich muss unbedingt nochmal prüfen ob bei der Größenwahl etwas schief gegangen ist oder ob ich beim Abpausen in der Größe verrutsch bin. 

Die Hose war ohne Änderungen so riesig, dass sie mir einfach vom Körper fiel und der vordere Bund war so hoch, dass er direkt unter meiner Brust saß. So wäre die Hose untragbar gewesen. Als Sofortmaßnahme habe ich den Bund um 5 cm gekürzt und diese Weite auch aus der vorderen Schrittnaht heraus genommen. Außerdem habe ich die vordere Schritthöhe um 4 cm gekürzt. Die Rückseite habe ich unverändert gelassen. Hier könnte ich grundsätzlich sogar noch etwas mehr Schritthöhe vertragen. 


Trotz der Änderungen sitzt die Hose sehr sackig und ganz anders als ich mir sie vorgestellt habe. Ich werde sie wohl zu hause und zur Gartenarbeit tragen, aber die große Liebe zu diesem Schnitt mag sich nicht einstellen. 

Sonntag, 19. Juni 2022

Stoffkartentausch zum Bloggeburtstag

Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Bloggeburtstag Augensterns Welt. Vielen Dank für ganz viel Inhalt und ganz viel virtuelle Gemeinschaft. Schaut unbedingt mal bei Annette vorbei, wenn ihr ihren Blog bisher noch nicht kennt.


Da ich bisher noch keine Erfahrung mit Stoffkarten  hatte, habe ich mir einige Gedanken gemacht mit welcher Technik ich arbeiten möchte. Schließlich sind zwei sehr unterschiedliche Karten mit ganz unterschiedlichen Techniken entstanden.

Meine Wichtelkarte habe ich ganz minimalistisch mit Handstickerei gestaltet, Sonne, Wellen und eine fliegende Möwe auf einem Jeansrest.



Die Inspiration für die Karte für Annette kam von dem Sea Glass Quilt den ich bei Verfuchst und Zugenäht bewundert habe, nur in deutlich kleinerem Maßstab. Dafür habe ich in meinen Webwareresten gekramt und so einige Schätzchen zu Tage gefördert. Neben einfachen Baumwollstoffen fand auch ein schimmernder Taft seinen Platz (nein, keine Seide sondern eine Kunstfaser) und tatsächlich ist die hellblaue Glasscherbe der Rest eines Oberhemdes, das ich zu einer Bluse für meine Tochter umgearbeitet habe. Weil ich die Glasscherben etwas erhaben haben wollte habe ich zuerst Volumenvlies zugeschnitten, dann etwas größer die Farbigen Stoffe, diese dann um den Volumenvlies zusammen gezogen und mit Handsticken aufgenäht habe. Zwischen den Scherben habe ich gequiltet um ein Wellenmuster auf Sand anzudeuten. 

Ich habe selbst auch eine sehr schöne Karte erhalten, die es aber noch nicht auf ein Foto geschafft hat.


Dienstag, 14. Juni 2022

Strandtänzerin mit Stickerei

Werbung, das Schnittmuster wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

Noch immer trägt das Tochterkind am liebsten bunte, selbstgenähte Kleidung. In ihrer Größe 134/140 gibt es auch kaum wirklich kindgerechte Kleidungsstücke zu kaufen. Jenseits der 128 wird es cool und sexy und darin findet sich die Erstklässlerin noch nicht wieder. Wie gut, dass ich ihr die Kleidung selber nähen kann.


Stoff und Schnitt hat sich das Kind selber ausgesucht. Der Schnitt ist die Strandtänzerin von AnniNanni von der es jeden Sommer mindestens ein Exemplar geben muss. Ich nutze als Träger und Einfassung Falzgummi. Damit lässt sich das Kleid in kurzer Zeit nähen.


Der Stoff ist ein apfelgrüner, leichter Singlejersey, den ich von Trigema in einem Putzlappenpaket bekommen habe. Ich über vier Meter von diesem Jersey und konnte mit mit der Farbe für mich überhaupt nicht anfreunden. Um so besser, dass nun ein Teil davon für das Kleid verwendet werden konnte. Da der Rock des Kleides als Halbteller konstruiert ist, frisst der Schnitt ordentlich Stoff. 


Als Verzierung hat das Oberteil eine Gänseblümchenstickerei bekommen. Die Vorlage dafür gibt es bei Fabelwald kostenlos für die Newsletteranmeldung. Ich habe letztes Jahr das Handsticken für mich entdeckt und verwirkliche immer wieder einzelne Projekte.



Habt einen schönen Dienstag

Eure Julia

Dings vom Dienstag

Creativsalat