Dienstag, 3. Juli 2018

Letz Fetz

Heute wir die Urlaubsgarderobe beim monatlichen MeMadeMittwoch vorgestellt. Meine erste gelungene selbstgenähte Hose wird mich auf jeden Fall in den Urlaub begleiten.

Bisher gibt es nur wenige selbstgenähte Hosen in meinem Schrank. Meine Jogginghosen aus Sweat trage ich sehr gerne, aber bei meinen Versuchen eine leichte Sommerhose aus Webware zu nähen bin ich ich bisher gescheitert. Das Exemplar, dass nach zahlreichen Änderungen und einem Vorläufer aus Probestoff tragbar gewesen wäre, löste sich an den Nähten auf und zwar so extrem, dass sie nicht zu retten war.

Für meinen nächsten Anlauf habe ich mir die Hose Fez aus der aktuellen La Maison Victor vorgenommen. Das Exemplar in der Zeitschrift sprach mich erst nicht so an, aber bei anderen Bloggerinnen sah ich einige schöne Exemplare und so beschloss ich einen Versuch zu wagen. Die Hose hat nur vier Schnittteile und ist sehr einfach zu nähen. Nach meiner bisherigen Erfahrung entschied ich mich zuerst ein Probemodell zu machen. Ich hatte noch einen leichten Viskosestoff auf Lager, der sich perfekt für diese Hose eignete.



Ungewohnt war für mich ohne Rollschneider zuzuschneiden, aber meine Matte ist zu kurz für eine Erwachsenenhose und ein Umlagern hätte die Vikose nicht veziehen. Auch mit der Schere war die Hose in Kürze zugeschnitten, trotz der flutischen Viskose.



Sorgfältiges Stecken war bei dem tutschigen Stoff natürlich Pflicht. Deshalb dauerte das Nähen doch einige Zeit. Mit meiner neuen Nähmaschiene lässt sich ein etwas schwieriger zu vernähende Stoff wie Viskose deutlich besser nähen als mit meiner alten Maschine. Besonders geholfen hat mir der verstellbare Nähfußdruck.





Die Hose gefällt mir richtig gut. Natürlich macht so eine weite Schlupfhose nicht gerade schlank. Dafür ist sie extrem bequem und die Viskose fühlt sich auf der Haut an wie ein Hauch von Nichts. Sehr angenehm an heißen Sommertagen.


Aus der Ferne wirkt der Stoff fast wie ein Leomuster. Tatsächlich sind es aber weiß/rote Blätter auf schwarzem Grund. Für ein Probemodell finde ich die Passform der Hose schon mal sehr gut. Besonders vorne habe ich nichts an ihr auszusetzen. Hinten könnte die Schrittnaht allerdings etwas länger sein.  Genäht habe ich Größe 44. Eine gute Wahl. Nur die angegebene Gummilänger für den Bund war viel zu lang. Ich habe ca. 8 cm gekürzt.

Schnitt: Hose Fez, La Maison Victor 3/18
Stoff: Viskosewebware, gekauft bei Nähkind










Meine Urlaubsgarderobe

Der Heutige MeMadeMittwoch steht unter dem Motto "Meine Urlaubsgarderobe". Eine gute Gelegenheit mir Gedanken über das anstehende Kofferpacken zu machen, denn Ende nächster Woche geht es schon los. Wir fahren ins Algäu auf einen Bauernhof. Ruhe und Entspannung weit ab von allem. Einfach nur sein, Tiere beobachten und streicheln, dem Kind beim Toben zuschauen, Spazieren gehen, gutes Essen. So stelle ich mir unseren Urlaub vor (soweit Ruhe und Enspannung sich mit den Bedürfnissen einer 3 1/2 jährigen vereinbaren lassen).

Dafür brauche ich vor allem robuste Kleidung und da gibt es gar nicht so viel Selbstgenähtes in meinem Schrank. Begleiten werden mich einige selbstgenähte T-Shirts und meine Fleecejacke. Eines der T-Shirts wird sicher LaPullunda von Pedilu sein. Die Farbe macht einfach gute Laune und der Jacquard hält auch mal einen Schubser mit der Pferdenase aus.


Für Ausflüge in die Stadt oder wenn wir mal Essen gehen muss meine neue und heit geliebte Viscoseflatterhose mit. Mit der mache ich eine gute Figur und sie nimmt im Koffer kaum Platz weg.


Auch ein guter Begleiter für kühle Sommerabende ist dieser Pullover nach einem Ottobre Schnitt.


Ob ich auch noch ein Kleid für meinen runden Geburtstag mitnehme, muss ich noch entscheiden. Ich werde in zwei Wochen allen Ernstes schon 40!

Eine schöne Urlaubssaison wünscht euch Julia

Donnerstag, 28. Juni 2018

Jerseydecke aus Resten

Zum Glück hängt mein Glück nicht von Fußball ab. Heute freue ich mich über mein ehemaliges Ufo (unfertiges Objekt). Vor sicher zwei Jahren begann ich aus Jerseyresten eine Patchworkdecke zuzuschneiden, damals noch ohne Rollschneider. Eine mühselige Arbeit.


Immer mal wieder ratterte ich einige der Patches mit der Overlock zusammen. Zum Schluss lag die fast fertige Decke noch einige Monate herum, bis ich mich endlich an die Fertigstellung machte. Die Decke ist einlagig und so habe ich anstatt einer einfassung einfach einmal mit der Overlock rund herum gerattert. Das dauerte nur wenige Minuten und so wurde die Decke doch noch fertig.


Die Decke ist sicher nicht perfekt, aber schön bunt und farbenfroh. Ich habe hauptsächlich Stoffe mit rosa und rot verarbeitet. Einige wirklich schöne Stoffschätze haben dort einen Platz gefunden.


Noch mehr Freugründe gibt es beim Freutag zu sehen.
Habt ihr den Lillestoff Entdeckt? Ein ganz besonderes Stoffschätzchen.

Donnerstag, 21. Juni 2018

Pferdiger Turnbeutel zum 4. Geburtstag

Es hat angefangen. Meine Tochter wird zu Geburtstagsparties eingeladen! Uuuuuuuuuuund was macht die Nahmama? Natürlich näht sie geschwind in der Nacht vorher ein kleines Geschenk. Der erste Turnbeutel hat es nicht aufs Foto geschafft. Beim nächsten hatte ich morgens noch kurz Zeit ihn abzulichten. Et voilá:


Dabei konnte ich kleine Webstoffreste verwerten. Ein Patch aus meinem Adventskalender mit einem Pferdekopf hat es auch noch auf den Turnbeutel geschafft.


Könnt ihr euch noch an Zeiten erinnern, als Turnbeutel total uncool waren? Ich habe meinen immer in die Schultasche gestopft, damit er nicht zu sehen war. Eigentlich ziemlich praktisch, dass sich das geändert hat. Ich gehe jetzt nämlich selbst wieder mit einem  (allerdings nicht selbst genähten) Turnbeuteln zu Sport.


Einen schönen Freutag und einen guten Start in das Wochenend.

Eure Julia

Dienstag, 19. Juni 2018

Seidiger Jumpsuit Fake

Eigentlich wollte ich den Titel "Jumpsuit Fake fale" nennen, aber auf den Fotos sieht das Ensemble doch nicht so schlecht aus wie befürchtet.

Weil ich gerne beim Sondertermin Jumpsuit des MeMadeMittwoch mitmachen, aber keinen Jumpsuit nähen wollte, habe ich mich für eine Fake Variante entschieden. Bei dieser Idee bildete der Stoff die Grundlage. Meine Mutter überlies mir zwei wunderschöne Bourettseidenstoffe in creme, eine etwas leichtere Qualität und einen etwas schwereren Stoff, perfekt für die Kombination von Oberteil und Hose. Der etwas schwerere Stoff hat eine leicht Bouclé Struktur.


Das Oberteil war zuerst fertig und ich habe es hier schon gezeigt. Leider ist das Oberteil ganz und gar nicht so geworden wie ich es mir vorgestellt hatte. An den Hüften zu eng (was ich durch die Einarbeitung von Schlitzen retten konnte), der asymetrische Ausschnitt sieht nicht asymetrisch sondern einfach schief aus und die Passform ist insgesamt nicht so überzeugend. Es handelt sich übrigens um die Schnitt Sculpture aus der Ottobre. Bisher konnte ich mich noch nicht dazu aufraffen die geplanten Änderungen am Oberteil vorzunehmen.


Mit der Hose bin ich hingegen sehr zufrieden. Ich wollte eine luftige Sommerhose, die außerdem noch leicht und schnell zu nähen ist und wurde in der aktuellen La Maison Victor fündig. Nach einer Probehose aus Viskose wagte ich mich an den guten Seidenstoff. Bei der hinteren Schrittnaht versuchte ich mich in einer Anpassung, allerdings mit mäßigem Erfolg. Die Hose könnte hinten noch etwas schöner sitzen. Da ich bisher im Nähen von Hosen und den Anpassungen nur wenig Erfahrung habe, ist das auch nicht so verwunderlich. Für eine lockere Sommerhose finde ich es noch OK


Da ich von Hosenstoff noch etwas übrig habe, werde ich noch ein weiteres Oberteil in Angriff nehmen. Die Bluse Rumer aus der La Maison Victor habe ich in die engere Auswahl genommen. Vielleicht würde sich auch das Jeanstop Oslo aus der aktuellen La Maison Victor anbieten, da der Stoff relativ dick und überhaupt nicht elastisch ist (vergleichbar mit leichtem Jeans, aber viel weicher).


Schnitt: Fez / La Maison Victor 3/18, Sculpture / Ottobre Design Women 2/2015
Stoff: Bourettseite (Kellerfund)

Donnerstag, 14. Juni 2018

Maxirock ohne Schnittmuster

So einen dunkelblauen Maxirock wollte ich unbedingt haben. In der aktuellen Miliblu´s fand ich die geignete Inspiration im Rock Leonore. Die Breite von 110 cm habe ich aus den Angaben des Hefts entnommen, in der Länge aber 20 cm zugegeben, sodass ich für Vorder-und Hinterteil je ein Quadrat von 110x110 cm hatte.


Da der gewählte Stoff leicht durchsichtig ist, habe ich ihn mit Viscoseresten gefüttert. Die Futterteile habe ich in selber Breite wie den Oberstoff, aber etwas kürzer zugeschnitten, denn ich habe das Futter unterhalb des Bundes enden lassen und die untere Kante nur mit der Overlock versäubert, nicht gesäumt. Der Unterrock ist etwas kürzer als der Oberrock.


Der Hauptstoff stammt aus dem Fundus meiner Mutter. Es ist eine sehr leichte Baumwolle mit eher grober Struktur und und einem eingewebten Noppenmuster. Für das Futter habe ich zwei unterschiedliche blaue Viscosereste verwendet.


Die beiden Futterteile und den Oberstoff habe ich jeweils seitlich zusammen genäht. Dann habe ich das Futter 7 cm unter der Oberkante auf den Hauptstoff aufgesteppt. Den Oberstoff habe ich dann für den Bund um 4 cm umgeschlagen und ihn auf die Futterkante aufgenäht. In den Bund habe ich einen breiten Gummi eingezogen.




Beim Fotografieren hatte ich tatkräftige Unterstützung von meiner kleinen Tochter. Sie hat mir Anweisungen gegeben und mich beim Drehen angefeuert. So kommen dann so schöne Bilder wie das unten heraus. 
Bei Grüner Nähen gibt es mit "Frau freut sich" eine neue monatliche Linkparty für Blogposts ohne Werbung, die immer am 15. jedes Monats eröffnet. Gezeigt werden darf Kleidung, die für Erwachsene genäht wurde.
Außerdem darf mein Blogpost noch bei Freutag vorbei schauen

Das  türkisne Top hatte ich gedanklich schon in den Altkleidersack gesteckt. Dabei war es einige Jahre mein Absolutes Lieblingsteil und eine wunderbare Erinnerung an unsere USA Reise auf der ich das Top gekauft habe. Nach der Schwangerschaft war das Top zu eng geworden und außerdem waren einige Fäden gezogen. Nachdem ich einige Kilo abgenommen hatte, passte das Top plötzlich wieder und meine Mutter ermunterte mich einen Reperaturversuch zu wagen. Dieser ist geglückt und jetzt trage ich das Top, das sich zu ganz vielen Sachen kombinieren lässt wieder sehr gerne.

Heute habe ich fleißig Schnitte abgepaust und zugeschnitten. Ich war regelrecht auf Entzug, weil ich einige Wochen kein Schnittmusterpapier im Haus hatte. Unter der Woche schließt der Stoffladen meines Vertrauens schon um 18 Uhr und so schaffte ich es nie nach der Arbeit noch hin zu fahren. An den Samstagen hatten wir grundsätzlch Termine oder waren unterwegs. Heute konnte ich eine kleine Pause einschieben und am Nachmittag schnell in den Stoffladen fahren. Tatsächlich habe ich nur das Schnittmusterpapier gekauft, keinen Stoff. Schließlich befindet sich in meinem Stoffregal mehr Stoff als ich in den nächsten Jahren vernähen kann.

Immerhin hat meine heute zugeschnittene Probehose mehr als 2 m Stoff verschlungen. Ich bin gespannt wie die Hose passen wird, denn es ist die erste Hose für mich, die ich aus der La Maison Victor nähen werde.

Das Beste am Besuch meines Lieblingsstoffladens ist übrigens, dass genau nebenan eine fantastische Eisdiele liegt. Und neben Stoffladen und Eisdiele wiederum fließt der Rhein. Uns so konnte ich nach meinem Schnittmusterpapierkauf mit zwei Kugeln Eis in der Tüte auf dem Deich sitzen und den Schiffen beim Fahren und dem Wasser beim Fließen zuschauen. Für mich braucht es zum Glück nicht mehr. Schnittmusterpapier, Eis und ein friedlicher Blick aufs Wasser.

Montag, 11. Juni 2018

Strandtänzerin

Wenig Worte, viele Bilder. Annika von AnniNanni hat gerade eine kreative und vor allem arbeitsreiche Phase und wirft uns einen Schnitt nach dem anderen in die Probenähgruppe.

Die Strandtänzerin wurde sofort begeistert begrüßt. Es handelt sich um ein einfaches Trägerkleid mit Tellerrock, perfekt für das heiße Wetter, das be uns in den letzten Tagen vorherrschte. Die Träger werden aus Falzgummi genäht und so ist das Kleid ein sehr schnell umzusetzendes Projekt.


Das Töchterchen liebt lila und so habe ich einen lange gehüteten Stoffschatz, die Elfen von Stoffversand4u aus Interlockjersey für das Oberteil verwendet. Der Rock ist aus einem leichtern Piquetjersey.


Den leicht gerüschten Falzgummi habe ich im Saumabschluss in Form einer Wäschespitze wieder aufgegriffen. 


Das lila Drehkleid kam ziemlich gut an. Wer würde meinen, dass in diesem süßen Mädchen im niedlichen Kleid eine Kreuzung aus Michel von Lönneberga und Frieder aus "Oma schreit der Frieder" steckt.






Schnitt: Strandtänzerin von AnniNanni 
Stoffe: Bio Interlock Elfengeflüster von Stoffversand4u, Piquetjersey, gekauft bei Amy & Luke


Kiddikram,
Biostoff Linkparty, Ich näh Bio
Dienstagsdinge