Mittwoch, 29. Juni 2022

Kleider Sew-Along kurze Hose

Das Thema für den Kleider Sew-Along  von Augensterns Welt für den Monat Mai war kurze Hosen oder Badebekleidung. An beidem habe ich akuten Bedarf, denn an kurzen Hosen besitze ich nur zwei abgeschnittene Jeans die mir nicht optimal passen und ich besitze nur einen Badeanzug der mir leidlich passt. 

Wie so oft war der Monat schneller vorbei als gedacht, aber auf den letzten Drücker habe ich es geschafft eine kurze Hose zu nähen und das Schnittmuster für einen Tankini ist immerhin schon geklebt und ausgeschnitten (Marilyn von TinaLisa).


Bei der Hose habe ich mich für ein schnell genähtes Modell von Cashmerette entschieden, die Magna Pants aus dem Buch Ahead of the Curve. Die Hose hat vorne einen unelastischen Bund und hinten einen elastischen. mit Gummi. Geschlossen wir die Hose mit einem seitlichen nahtverdeckten Reißverschluss. Sie hat keine Taschen und ist im original Fessellang. Ich habe sie auf knapp unter Knielänge gekürzt. Da mein Hintern meist etwas mehr Raum braucht habe ich in der hinteren Schrittnaht 2 cm Höhe hinzu gegeben.


Der Stoff ist ein wunderbarer Leinen-Viskosemix, den ich im örtlichen Stoffladen gekauft habe. Entgegen alle Vernunft habe ich mich gegen ein Nesselteil entschieden, hatte ich doch mit der Ames Jeans von Cashmerette so gute Erfahrung gemacht. Leider ist die Hose was sie Passform angeht ein völliger Reinfall. Ich muss unbedingt nochmal prüfen ob bei der Größenwahl etwas schief gegangen ist oder ob ich beim Abpausen in der Größe verrutsch bin. 

Die Hose war ohne Änderungen so riesig, dass sie mir einfach vom Körper fiel und der vordere Bund war so hoch, dass er direkt unter meiner Brust saß. So wäre die Hose untragbar gewesen. Als Sofortmaßnahme habe ich den Bund um 5 cm gekürzt und diese Weite auch aus der vorderen Schrittnaht heraus genommen. Außerdem habe ich die vordere Schritthöhe um 4 cm gekürzt. Die Rückseite habe ich unverändert gelassen. Hier könnte ich grundsätzlich sogar noch etwas mehr Schritthöhe vertragen. 


Trotz der Änderungen sitzt die Hose sehr sackig und ganz anders als ich mir sie vorgestellt habe. Ich werde sie wohl zu hause und zur Gartenarbeit tragen, aber die große Liebe zu diesem Schnitt mag sich nicht einstellen. 

Sonntag, 19. Juni 2022

Stoffkartentausch zum Bloggeburtstag

Herzlichen Glückwunsch zum 10-jährigen Bloggeburtstag Augensterns Welt. Vielen Dank für ganz viel Inhalt und ganz viel virtuelle Gemeinschaft. Schaut unbedingt mal bei Annette vorbei, wenn ihr ihren Blog bisher noch nicht kennt.


Da ich bisher noch keine Erfahrung mit Stoffkarten  hatte, habe ich mir einige Gedanken gemacht mit welcher Technik ich arbeiten möchte. Schließlich sind zwei sehr unterschiedliche Karten mit ganz unterschiedlichen Techniken entstanden.

Meine Wichtelkarte habe ich ganz minimalistisch mit Handstickerei gestaltet, Sonne, Wellen und eine fliegende Möwe auf einem Jeansrest.



Die Inspiration für die Karte für Annette kam von dem Sea Glass Quilt den ich bei Verfuchst und Zugenäht bewundert habe, nur in deutlich kleinerem Maßstab. Dafür habe ich in meinen Webwareresten gekramt und so einige Schätzchen zu Tage gefördert. Neben einfachen Baumwollstoffen fand auch ein schimmernder Taft seinen Platz (nein, keine Seide sondern eine Kunstfaser) und tatsächlich ist die hellblaue Glasscherbe der Rest eines Oberhemdes, das ich zu einer Bluse für meine Tochter umgearbeitet habe. Weil ich die Glasscherben etwas erhaben haben wollte habe ich zuerst Volumenvlies zugeschnitten, dann etwas größer die Farbigen Stoffe, diese dann um den Volumenvlies zusammen gezogen und mit Handsticken aufgenäht habe. Zwischen den Scherben habe ich gequiltet um ein Wellenmuster auf Sand anzudeuten. 

Ich habe selbst auch eine sehr schöne Karte erhalten, die es aber noch nicht auf ein Foto geschafft hat.


Dienstag, 14. Juni 2022

Strandtänzerin mit Stickerei

Werbung, das Schnittmuster wurde mir kostenlos zur Verfügung gestellt.

Noch immer trägt das Tochterkind am liebsten bunte, selbstgenähte Kleidung. In ihrer Größe 134/140 gibt es auch kaum wirklich kindgerechte Kleidungsstücke zu kaufen. Jenseits der 128 wird es cool und sexy und darin findet sich die Erstklässlerin noch nicht wieder. Wie gut, dass ich ihr die Kleidung selber nähen kann.


Stoff und Schnitt hat sich das Kind selber ausgesucht. Der Schnitt ist die Strandtänzerin von AnniNanni von der es jeden Sommer mindestens ein Exemplar geben muss. Ich nutze als Träger und Einfassung Falzgummi. Damit lässt sich das Kleid in kurzer Zeit nähen.


Der Stoff ist ein apfelgrüner, leichter Singlejersey, den ich von Trigema in einem Putzlappenpaket bekommen habe. Ich über vier Meter von diesem Jersey und konnte mit mit der Farbe für mich überhaupt nicht anfreunden. Um so besser, dass nun ein Teil davon für das Kleid verwendet werden konnte. Da der Rock des Kleides als Halbteller konstruiert ist, frisst der Schnitt ordentlich Stoff. 


Als Verzierung hat das Oberteil eine Gänseblümchenstickerei bekommen. Die Vorlage dafür gibt es bei Fabelwald kostenlos für die Newsletteranmeldung. Ich habe letztes Jahr das Handsticken für mich entdeckt und verwirkliche immer wieder einzelne Projekte.



Habt einen schönen Dienstag

Eure Julia

Dings vom Dienstag

Creativsalat

Montag, 13. Juni 2022

Stoffkartentausch bei Augensternswelt - Teaser

Augensterns Welt feiert schon den 10 Bloggeburtstag und läd uns zu diesem Anlass zum Stoffkartentausch ein. Ich habe mich spontan angemeldet und meine erste Erfahrung mit Stoffkarten gemacht. Eine wirklich tolle Möglichkeit um kreativ zu werden. 


Ich habe zwei sehr unterschiedliche Karten gestaltet. Einen kleinen Teaser könnt ihr auf dem Foto sehen. 

Mittwoch, 1. Juni 2022

Kleider Sew-Along - Sommerkleider

Das Thema für den Kleider Sew-Along  von Augensterns Welt für den Monat Mai war Sommerkleider und was gibt es schöneres als Sommerkleider in Erwartung auf den kommenden Sommer selber zu nähen? 


Ich habe mich noch einem an das Knotenkleid von Sewera gewagt, nachdem das erste Exemplar völlig misslungen ist (warum ist hier nachzulesen). Diesmal habe ich nicht in die Anleitung geschaut sondern meinen gesunden Menschenverstand eingeschaltet. Heraus gekommen ist ein Kleid das mir ausgesprochen gut gefällt. Ich habe mich für die Variante mit hohem Knoten entschieden und den Halsausschnitt anstatt mit einem Beleg mit einem Bündchen versäubert. Das Rockteil habe ich zu einer fast Maxilänge verlängert, so viel wie mein 2 m langes Stoffstück gerade her gab. 


Der Stoff ist ein sehr hochwertiger Viskosejersey von Hilco, der sich sehr gut verarbeiten lies. 


Ich sehe mich schon in unserem Sommerurlaub in Kroatien in diesem Kleid in einer Strandbar sitzen und ein kühles Getränk schlürfen. 

Im Juni nähen wir Badebekleidung oder kurze Hosen. Beides kann ich für meinen Sommerurlaub ebenfalls gut gebrauchen.

Rhapsody Blouse - Love Notions

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. 

Im Mai habe ich eine Zusammenfassung der missglückten Nähprojekte zum MeMadeMittwoch gezeigt. Heute möchte ich zwei Blusen vorstellen die mir ausgesprochen gut gefallen und die das Zeug zur Lieblingsbluse haben.


Schon seit einiger Zeit bewundere ich Blusen die nach dem Schnitt Rhapsody von Love Notions entstanden sind. Es gibt zahlreiche Beispiele Bei Bloggerinnen, auf Instragram und Youtube und so habe ich bei letzten Sale von Love Notions zugeschlagen und mir das Schnittmuster geholt.


Die erste Version entstand aus einem Viskosestoff den ich bei Stoffetauschen.com second-hand für wenig Geld erstanden habe. Da Animal Print nicht so mein Ding ist, habe ich den Stoff für meine erste Probeversion verwendet.


Bei der Größe habe ich mich für XL entschieden, obwohl ich von meinen Maßen an der Grenze zur nächst größeren Größe liege. Ich mag es nicht zu sackig und entscheide mich deshalb meist für die kleinere Größe, wenn ich zwischen den Größen liege. Tatsächlich ist die Probebluse ein klein wenig eng im Bereich oberhalb der Brust/unterhalb der Ärmel und auch an den Schultern könnte sie etwas breiter sein. Sollte ich die Bluse noch einmal aus ähnlichem Stoff nähen, werde ich eine Größe größer zuschneiden.


Weil mir meine Probebluse so gut gefällt, habe ich gleich noch eine weitere Rhapsody Bluse zugeschnitten. Diesmal aus Musselin und da ich wusste, dass dieser Stoff etwas nachgeben und "wachsen" wird, habe ich wieder Größe XL gewählt, obwohl mir die Viskosevariante etwas eng ist. Für diesen Stoff bin ich mit der Größenwahl sehr zufrieden, denn die Bluse sitzt perfekt.


Bei diese Bluse habe ich den Saum etwas verlängert, indem ich nicht durch umnähen gesäumt habe sondern eine Versäuberung mit Schrägband gewählt habe. 
Die Bluse ist sehr einfach zu nähen, da weder Reißverschlüsse noch Knöpfe verwendet werden. Der Halsausschnitt wird mit Schrägband versäubert. Optional kann das Schrägband zu Bindebändern verlängert werden. Diese Variante habe ich für beide Blusen gewählt. Die Seitennähte der Bluse werden mit französischen Nähten gearbeitet. Deshalb ist dort eine andere Nahtzugabe als an den anderen Kanten. Bei dem Musselin habe ich keine französischen Nähte genäht, weil ich keine zu wulstigen Nähte habe wollte. Für Viskosestoff oder andere feine Stoffe ist diese Verarbeitung natürlich perfekt. Hier würde ich allerdings das nächste Mal auch Die Ärmel mit dieser Technik einsetzen (und entsprechen mehr Nahtzugabe geben).


Der Schnitt bringt auch eine Kleidvariante mit und hat X verschiedene Ärmeloptionen. Ich habe bei der Leo Variante den "Cap Sleeve" gewählt, das ist allerdings kein klassischer Kapärmel sondern ein kurzer Ärmel und bei der Musselinvariante den "Short Sleeve", der etwas länger als der Cap Sleeve ist. 

Es gibt übrigens sehr gute Youtube Tutorials zu dieser Bluse, z.B. direkt auf dem Kanal von Love Notions aber auch bei Lifting Pins and Needles. 

Wenn ich dazu komme, werden noch drei weitere Rhapsody Blusen folgen. Hier liegen ein Stretch-Seidenstoff, ein Viskosestoff und ein Chiffon bereit, die sich perfekt für diesen Schnitt eignen würden. 

Habt einen schönen Mittwoch
Eure Julia


Mittwoch, 4. Mai 2022

Meine missglückten Nähprojekte

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und die Nähgemeinschaft zeigt ihre schönen Kreationen.

Auch bei mir sind in diesem Jahr sind schon einige selbstgenähte Kleidungsstücke entstanden. Einige davon waren ein voller Erfolg, manche sind mir aber auch aus verschiedenen Gründen nicht gut gelungen. Von diesen misslungenen Werken möchte ich heute berichten. Keines davon ist so schlecht, dass es völlig untragbar wäre, aber sie sind eben auch nicht so geworden wie von mir erhofft.


Den Anfang macht das Knotentop von Sewera. Schon lange hat mir kein Werk mehr so viele Probleme bereitet. Ich hatte hier den Knoten nicht nur im Shirt sondern auch im Kopf. Da ich noch nie ein Shirt mit Knotenkonstruktion genäht hatte, habe ich einen sehr günstigen Viskosejersey vom Stoffmarkt (3€/m) als Probestoff verwendet. Schon beim Ausdrucken und Kleben des Schnittes war ich nicht bei der Sache, denn am Ende fehlte mir der Ärmel, was ich erst beim Zuschneiden bemerkte. Damit fing es aber erst an, denn beim Zuschneiden konnte ich nicht identifizieren wie genau ich die gewählte Version zuschneiden sollte. In der Anleitung konnte ich zwei verschiedene Variationen identifizieren auf dem Schnittmuster selbst waren aber drei Varianten angegeben. Ich schnitt dann das zu was mir in dem Moment am logischsten erschien, das obere Vorderteil in zwei Teilen, das untere Vorderteil im Bruch.


Dann habe ich versucht das Shirt nach der Anleitung zu nähen und kam auf keinen grünen Zweig. Endlich dachte ich die Konstruktion verstanden zu haben, doch beim Schließen der Seitennähte musste ich feststellen, dass alles nicht zusammen passte. Zudem lies sich der sehr dehnbare Viskosejersey nur schlecht vernähten, meine Overlock mochte ihn nicht, die Coverlock ging in den Streik, nur meine normale Nähmaschine wurde mit dem Stoff einigermaßen fertig. Ich war kurz davor das Teil einfach in den Mülleimer zu werfen und das Schnittmuster zu verbrennen, aber es lies mir keine Ruhe. Ich wollte dieses Shirt einfach nahen und so trennte ich am nächsten Tag alles nochmal auf (ja, den dünnen Viskosejersey!) und nähte dann tatsächlich alles richtig zusammen. Kurz vor Schluss passierte es mir dann noch, dass ich beim Fadenabschneiden in den Stoff schnitt und deshalb das Shirt deutlich kürzen musste. Weil ich keine Lust hatte, den Halsausschnittbeleg nochmal anzunähen, habe ich den Saum kurzerhand umgebügelt und gecovert, im hinteren Halsausschnitt habe ich dabei durchsichtiges Gummiband mitgefasst. Genau darf man nicht hinschauen, denn die Cover hatte wirklich zu kämpfen, aber aus der Entfernung sieht der Ausschnitt gar nicht so schlecht aus. 

Ich bin sehr froh, dass ich mich durchgebissen habe und nun weiß wie das Shirt zu nähen ist. Wegen des vermurksten Ausschnittes und der zu kurzen Länge werden ich das Shirt wahrscheinlich  nicht tragen, aber ich möchte auf jeden Fall eine weitere Version nähen, denn der Schnitt sitzt richtig toll an mir. 


Nummer zwei der Pleiten, Pech und Pannen ist ebenfalls ein Teil aus Probestoff vom Stoffmarkt (diesmal ein Coupon zu 5€). Hier habe ich den Schnitt Lyon von Tessuti getestet um ihn potentiell aus einem teuren Wollwalk nachzunähen. Schon beim Kaufen des Schnittes ergab sich das erste Problem. Laut Maßtabelle passe ich ihn Größe 16. Den Schnitt gibt es in zwei Größenumfängen, wobei die 16 die überlappende Größe ist. Ich habe mich für den Schnitt mit den größeren Größen entschieden und es nach dem Nähen des Probeteils bereut, da ich eher auf eine Größe kleiner gehen würde sollte ich den Schnitt noch einmal nähen. Auch bei diesem Schnitt habe ich versäumt die Ärmel auszudrucken, da diese sich in einer separaten Datei befinden. Nicht einmal beim Zuschnitt habe ich bemerkt, dass mir die Ärmel fehlen und so musste ich am Ende einen Ärmel zusammenstückeln. Überrascht war ich davon, dass der Schnitt mit der Hand gezeichnet und dann digitalisiert wurde. Ich weiß zwar, dass das kein Qualitätskriterium für die Schnittkonstruktion ist, aber im 21. Jahrhundert kommt mir ein Handgezeichneter Schnitt doch irgendwie unprofessionell vor. Genervt war ich auch davon, dass die Maßangaben nur in Inch angegeben sind und ich umrechnen musste. Da mit unterschiedlichen Nahtzugaben gearbeitet wird, musste ich immer mal wieder den Umrechner bemühen. Auch das ist natürlich kein Qualitätskriterium für den Schnitt, aber es gibt einige Schnittmusterdesignerinnen die sowohl Inch als auch cm Maße angeben.

Die Anleitung der Jacke ist sonst sehr gut und verständlich und die Konstruktion raffiniert und ausgefeilt. Es hat wirklich Spaß gemacht die Jacke zu nähen. Die Kanten werden offenkantig verarbeitet und die Teile werden meist nicht rechts auf rechts sondern rechts auf links verarbeitet, sodass flache Nähte entstehen. Warum ich die Jacke trotzdem nicht tragen werde hat zwei Gründe. Zum einen gefällt mir die Form der Jacke nicht an mir. Ich finde sie zu kastig und auch etwas zu groß und insgesamt einfach nicht vorteilhaft. Zum anderen ist der Teddyplüschstoff außen zwar kuschelig weich, innen aber unangenehm kratzig. Für meine geplante Walkjacke werde ich wohl doch nach einem anderen Schnitt Ausschau halten.


Mein drittes missglücktes Teil wollte ich für den Stoffspiele Sew-Along von Grenzgänger Design nähen, wurde dann aber wegen meiner Covid Erkrankung nicht rechtzeitig fertig. Ich konnte es aber noch für die #Sewfrugal22 Challenge auf Instagram einbringen, denn das Shirt habe ich nach dem kostenlosen Schnittmuster Galaxy Tee von PatternScissorsCloth genäht. Mir gefiel die Idee einen gestreiften Jerseystoff mit Spitze für die gepufften Ärmel zu kombinieren. Das Schnittmuster und die Anleitung sind wirklich gut. Mir ist das Shirt an den Schultern etwas zu breit, das ist aber eine Anpassung die ich bei Oberteilen öfter vornehmen muss. Aus Stoffmangel musste ich das Shirt kürzen, was mir leider nicht so gut gefällt. Auch ist die Kombination aus dem gestreiften Jersey und der dunkelblauen Spitze nicht so harmonisch geworden wie ich es mir vorgestellt hatte. Auch finde ich den hohen Halsausschnitt nicht so vorteilhaft für mich. Der Jersey ist aus einem Lillestoff Glückspaket, also für wenig Geld erworben und die Spitze hatte ich noch von einem anderen Projekt übrig. Wahrscheinlich werde ich den Schnitt nicht noch einmal nähen, weil es Shirtschnitte gibt die mir besser passen, aber die hübschen Puffärmel werde ich evtl. noch einmal verwenden und an einen anderen Schnitt basteln.


Das letzte Teil in der Runde ist das Mandy Boat Tee von Tessuti. Hier habe ich v.a. den falschen Stoff gewählt, denn der Baumwolljersey von Lillestoff ist relativ dick und steif und trägt bei dem kastigen Schnitt ziemlich auf. Das Mandy Boat Tee ist ein kostenloser Schnitt und ein absoluter Klassiker in der internationalen Social Media Nähszene. Insgesamt ist mir der Schnitt aber für ein Shirt grundsätzlich zu kastig und die Ärmel sind sehr eng. Der Schnitt ist sonst OK und die Anleitung ist gut. Mir gefällt der hübsche U-Botausschnitt, den ich evlt. für andere Schnitte ausborgen werde. 


Da ich auch diesem Stoff günstig erworben hatte und mich die Farben nicht überzeugten, habe ich es nicht bereut den Schnitt ausprobiert zu haben. 


Ich hoffe euch hat dieser etwas andere Beitrag gefallen. Mein Fazit ist, dass die Jacke nicht noch einmal nähen werde, von den Shirts vielleicht einzelne Elemente wieder verwende und das Knotenshirt unbedingt noch einmal nähen möchte, nachdem ich nun verstanden habe, wie der Schnitt zusammengesetzt wird.

Übrigens hat meine 7-jährige Tochter die beiden ersten Kleidungsstücke abgelichtet. Das hat sie wirklich gut gemacht.

Haltet die Nase in den Wind in die Ohren steif.

Eure Julia