Posts mit dem Label Webware werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Webware werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. August 2018

Neue AnniNanni Jacke

Von AnniNanni gibt es gleich zwei neue Jackenschnitte, im neuen Ebook Lieblingsjacke. Ich zeige heute den Schnitt, der für Webware geeignet ist und etwas mehr Weitenzugabe hat als die Variante für Sweat und Jersey. Der Schnitt wurde mir zum Probenähen kostenlos zur Verfügung gestellt


Meine Jacke entstand direkt vor unserem Urlaub und so durfte die Jacke mich begleiten und mein Mann war so freundlich vor der saftig grünen Kulisse im Allgäu Fotos zu machen. Wir hatten einen sehr entspannten Urlaub auf dem Bauernhof, bei bombastischem Wetter und angenehmen Temperaturen waren wir den ganzen Tag draußen, haben Tiere beobachtet und gestreichelt und ganz viel gelesen.


Für meine Jacke habe ich eine dünne Baumwollpopeline von Tante Ema gewählt und als Futter einen Baumwolljersey, eine Kombination die ich nicht unbedingt empfehlen kann, weil sich der Jersey dehnt, die Webware nicht und dann plötzlich das Futter größer ist als die Außenjacke. Dabei hatte ich das Futter extra mit etwas weniger Nahtzugabe zugeschnitten. Am Ende hat dann aber doch alles irgendwie zusammen gepasst.


Das Jerseyfutter war aber nicht mein einziger Fehler. Wem ist es aufgefallen, Hände hoch? Die Taschen habe ich im falschen Winkel zugeschnitten. Das fiel mehr erst auf als ich schon ziemlich weit war mit Nähen und außerdem hatte ich keinen Stoff mehr, um die Vorderteile nochmal neu zuzuschneiden. Deshalb bleibt das jetzt so und ich kann meine Hände eben nicht in die Taschen stecken.


Genäht habe ich wie immer bei AnniNanni eine 46 und sie sitzt perfekt. Die Jacke ist körpernah geschnitten und auf eher dünne Stoffe ausgelegt. So eignet sie sich gut als Übergangs- Wind- oder Regenjacke. In die Bundabschlüsse werden Gummis eingezogen, das sorgt für einen guten Sitz.


Die Reißverschlusstaschen fand ich relativ leicht zu arbeiten. Ein aufwändiges Projekt ist diese Jacke dennoch, da sowohl Außen- als auch Futterjacke genäht und beides dann noch zusammen gefügt werden muss.

Die Jacke wird durch den Ärmel gewendet, was bei so einer großen Jacke gar nicht so einfach ist. Solltet ihr euch für einen dickeren Stoff entscheiden, umbedingt eine andere Wendemöglichkeit einplanen. Bei meinen dünnen Stoffen hat es aber gut geklappt.


Diese saftig grünen Alläuwiesen sind eine richtige Wohltat für die Augen. Wir hatten perfektes Wetter mit viel Sonne und tagsüber um die 25 Grad. So konnten wir fast den ganzen Tag im Freien verbringen. Nachts kühlte es ab, was auch sehr erholsam war. Abends oder Nachts gab es einige Male Gewitter mit etwas Regen. Zu hause ächtste derweil alles schon unter der großen Hitze. Bei uns ist längst nichts mehr grün, das nicht regelmäßig bewässert wird.


Nach dem tropischen Sommerwochen ist es nun aber auch bei uns kühler geworden. Perfekt um die erste Herbstjacke in Angriff zu nehmen.


Schnitt: AnniNanni Lieblingsjacke (Webware)
Stoffe: Oberstoff: Baumwollpopeline von Tante Ema, Futter: Baumwolljersey

Verlinkt zu: Nähfrosch

Freitag, 15. Juni 2018

Maxirock ohne Schnittmuster

So einen dunkelblauen Maxirock wollte ich unbedingt haben. In der aktuellen Miliblu´s fand ich die geignete Inspiration im Rock Leonore. Die Breite von 110 cm habe ich aus den Angaben des Hefts entnommen, in der Länge aber 20 cm zugegeben, sodass ich für Vorder-und Hinterteil je ein Quadrat von 110x110 cm hatte.


Da der gewählte Stoff leicht durchsichtig ist, habe ich ihn mit Viscoseresten gefüttert. Die Futterteile habe ich in selber Breite wie den Oberstoff, aber etwas kürzer zugeschnitten, denn ich habe das Futter unterhalb des Bundes enden lassen und die untere Kante nur mit der Overlock versäubert, nicht gesäumt. Der Unterrock ist etwas kürzer als der Oberrock.


Der Hauptstoff stammt aus dem Fundus meiner Mutter. Es ist eine sehr leichte Baumwolle mit eher grober Struktur und und einem eingewebten Noppenmuster. Für das Futter habe ich zwei unterschiedliche blaue Viscosereste verwendet.


Die beiden Futterteile und den Oberstoff habe ich jeweils seitlich zusammen genäht. Dann habe ich das Futter 7 cm unter der Oberkante auf den Hauptstoff aufgesteppt. Den Oberstoff habe ich dann für den Bund um 4 cm umgeschlagen und ihn auf die Futterkante aufgenäht. In den Bund habe ich einen breiten Gummi eingezogen.




Beim Fotografieren hatte ich tatkräftige Unterstützung von meiner kleinen Tochter. Sie hat mir Anweisungen gegeben und mich beim Drehen angefeuert. So kommen dann so schöne Bilder wie das unten heraus. 
Bei Grüner Nähen gibt es mit "Frau freut sich" eine neue monatliche Linkparty für Blogposts ohne Werbung, die immer am 15. jedes Monats eröffnet. Gezeigt werden darf Kleidung, die für Erwachsene genäht wurde.
Außerdem darf mein Blogpost noch bei Freutag vorbei schauen

Das  türkisne Top hatte ich gedanklich schon in den Altkleidersack gesteckt. Dabei war es einige Jahre mein Absolutes Lieblingsteil und eine wunderbare Erinnerung an unsere USA Reise auf der ich das Top gekauft habe. Nach der Schwangerschaft war das Top zu eng geworden und außerdem waren einige Fäden gezogen. Nachdem ich einige Kilo abgenommen hatte, passte das Top plötzlich wieder und meine Mutter ermunterte mich einen Reperaturversuch zu wagen. Dieser ist geglückt und jetzt trage ich das Top, das sich zu ganz vielen Sachen kombinieren lässt wieder sehr gerne.

Heute habe ich fleißig Schnitte abgepaust und zugeschnitten. Ich war regelrecht auf Entzug, weil ich einige Wochen kein Schnittmusterpapier im Haus hatte. Unter der Woche schließt der Stoffladen meines Vertrauens schon um 18 Uhr und so schaffte ich es nie nach der Arbeit noch hin zu fahren. An den Samstagen hatten wir grundsätzlch Termine oder waren unterwegs. Heute konnte ich eine kleine Pause einschieben und am Nachmittag schnell in den Stoffladen fahren. Tatsächlich habe ich nur das Schnittmusterpapier gekauft, keinen Stoff. Schließlich befindet sich in meinem Stoffregal mehr Stoff als ich in den nächsten Jahren vernähen kann.

Immerhin hat meine heute zugeschnittene Probehose mehr als 2 m Stoff verschlungen. Ich bin gespannt wie die Hose passen wird, denn es ist die erste Hose für mich, die ich aus der La Maison Victor nähen werde.

Das Beste am Besuch meines Lieblingsstoffladens ist übrigens, dass genau nebenan eine fantastische Eisdiele liegt. Und neben Stoffladen und Eisdiele wiederum fließt der Rhein. Uns so konnte ich nach meinem Schnittmusterpapierkauf mit zwei Kugeln Eis in der Tüte auf dem Deich sitzen und den Schiffen beim Fahren und dem Wasser beim Fließen zuschauen. Für mich braucht es zum Glück nicht mehr. Schnittmusterpapier, Eis und ein friedlicher Blick aufs Wasser.