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Donnerstag, 5. März 2026

Bluse Camisa Lillesol

Auf die letzte Minute reihe ich mich beim MeMadeMittwoch ein. Ich habe mir eine weitere Bluse Camisa von Lillesol & Pelle genäht. 



Camisa ist eine klassische Hemdbluse die sich relativ einfach nähen lässt. Sie hat Brustabnäher, ein durchgehendes Rückenteil und Belege an der Knopfleiste und am Halsloch. Durch den Halsbeleg ist der Hemdkragen einfacher zu nähen. Die Ärmelmanschetten habe ich wie schon bei meiner letzten Camisa von der Bluse Brisa (ebenfalls Lillesol) geklaut, weil ich zu diesem klassischen Hemdblusenschnitt auch klassische Ärmelmanschetten zum knöpfen haben wollte. Dazu habe ich die Schnittteile von beiden Blusen übereinander gelegt und von der Camisa an der Armkugel zur Brisa an der Manschette gradiert. Auf die optionalen Abnäher im Rücken- und Vorderteil habe ich diesmal verzichtet. Ich habe nach Maßtabelle Größe 48 genäht.


Der Stoff ist ein etwas schwererer Viskosestretch den ich bei der Stofflounge gekauft habe. Er lies sich ausgezeichnet verarbeiten und trägt sich sehr angenehm.


Die letzten drei Tage war ich auf einer Tagung in Brüssel. Die Bilder entstanden kurz bevor ich abgereist bin. Als Reiseoutfit hat sich die Bluse auf jeden Fall bewährt. 


Mittwoch, 3. Januar 2024

Pulli Flora AnniNanni

 Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke. Ich habe gestern noch ein UFO (unfertiges Objekt) aus dem vergangenen Jahr fertig genäht. 

Den Schnitt Flora von AnniNanni habe ich sofort nach Erscheinen gekauft, weil ich die gerafften Ärmel so schön und besonders fand. Im Oktober startete ich mit dem Projekt. Nach dem Zuschneiden werden als erstes die Raffungen am Ärmel mit der Hand genäht. Dazu wird ein Gitternetz mit Schneiderkreide aufgezeichnet. Die Anleitung war gut verständlich und ich verbrachte einige Abende auf der Couch damit die Raffungen in Blütenform zu nähen. 


Der gewählte Stoff ist der Waffelstrick Clarissa von Swafing aus dem örtlichen Stoffladen. Der Stoffverbrauch ist wegen der voluminösen Ärmel für einen Pulli relativ hoch. Ich habe für Größe 46 1.8 m Stoff gebraucht. Der Stoff sollte etwas Struktur haben, sodass sich die Raffungen gut nähen lassen, aber auch nicht zu steif sein. In der Anleitung werden Sweatstoffe vorgeschlagen.


Zusammengesetzt war der Pulli sehr schnell. Er hat überschnittene Schultern, wird mit einem Bündchen an Hals,- Bein- und Bauchabschluss genäht. In die Ärmelbündchen werden Gummis eingezogen. 


Im ersten Anlauf waren mir die Ärmel viel zu lang und zwar so lang, dass die schönen Blüten gar nicht zur Geltung kamen. Deshalb lag das Projekt nun auch einige Zeit unbeachtet auf meinem UFO Stapel. Ich habe Größe 46 genäht, eine Größe kleiner als nach Maßtabelle vorgesehen. Auch in 46 ist der Pulli an mir noch gut oversize. In 48 wäre er mir zu voluminös geworden (und die Ärmel wären noch länger geworden).


Einfach kürzen konnte ich den Ärmel nicht, weil sonst die Blüten nicht mehr vollständig gewesen wären. Es wäre sinnvoller gewesen erst den Ärmel zu kürzen und dann das Raster für die Raffungen entsprechend zu skalieren.


Nun musste ich eine andere Lösung finden. Die überschnittenen Schultern sind tatsächlich sehr weit überschnitten. Hier habe ich um 6 cm gekürzt und auch aus der Seite etwas Weite heraus genommen. Zusätzlich habe ich am Ärmel jeweils oben und unten einen Centimeter Länge heraus genommen. Jetzt passt mir der Ärmel perfekt.


Hier sieht man ein Foto vom Ärmel-Innenleben. Jeder Ärmel hat drei Blüten. Diese entstehen indem der Stoff mit Handstichen gerafft wird. Auf der Rückseite waren am Ende unzählige Fäden zu vernähen. 

In die Mitte jeder Blüte habe ich zum Schluss noch eine kleine Perle genäht. Auch das wird im Schnitt vorgeschlagen und ist ein schönes Detail. Ich hoffe sehr, dass die blauen Scheiderkreidemarkierungen beim Waschen raus gehen. 


Mit dem fertigen Stück bin ich nun sehr zufrieden, nachdem ich zwischenzeitlich keine Lust mehr hatte den Pulli noch fertig zu machen. So schnell werde ich aber wahrscheinlich keine weitere Version nähen, weil das Design so speziell ist, dass ich nicht mehr als einen Pulli davon brauche. Meine Tochter ist ganz neidisch auf den schönen Pulli. Ich hoffe, dass der Schnitt auch noch in Kindergrößen veröffentlicht wird.

Habt einen schönen Mittwoch

Eure Julia

Mittwoch, 1. März 2023

Talvikki Sweater von Named

Heute ist wieder MeMade Mittwoch und ich reihe mich mit meinem neuen Sweater in die Riege selbstgenähter Kleidungsstücke ein. Außerdem nehme ich Teil am Kleidung Nähen Sew-Along von Augensterns Welt.

Schon vor einiger Zeit hatte ich das Schnittmuster für den Talvikki Sweater von Named Clothing als Papierschnitt erworben. Bevor der Winter vorbei ist wollte ich den Schnitt mit dem interessanten Kelchkragen unbedingt ausprobieren und tatsächlich habe ich es geschafft ihn im Februar fertig zu nähen. 


Das Besondere an diesem Schnitt ist der schöne Kelchkragen der durch 4 Abnäher je vorne und hinten geformt wird. Ein Blick in die Fertigmaßtabelle zeigte mir, dass der Pulli extrem oversize geschnitten ist. Deshalb habe ich mich für die nächstkleinere Größe entschieden und statt XL L zugeschnitten. Wie sich zeigte war auch L an mir noch viel zu groß. Ich habe am den Ärmeln je 4 cm Weite heraus genommen und zum Bund hin auslaufen lassen. Am Bund hat der Pulli noch die Originalweite. 


Eine weitere Änderung die ich vorgenommen habe war den Seitenschlitz deutlich zu verkürzen. Im Original wäre er bis auf Taillenhöhe offen gewesen, ich habe ihn ca. 10 cm weiter zugenäht. Der vokuhila Saum mit Seitenschlitz ist ein schönes Detail. 

Der verwendete Stoff ist ein French Terry von Lillestoff, den ich im Sale vor dem Eigentümerwechsel gekauft habe. Er ist sehr weich und angenehm zu tragen und passt von der Dicke her gut in die kommende Übergangszeit.

Der Kelchkragen wird mit einem Beleg verarbeitet, der mit Handstichen an den Abnähern und Schulternähten fixiert wird. So besteht keine Gefahr, dass er beim Tragen sichtbar wird. Ich habe nach Anleitung eine dehnbare Einlage aufgebügelt, musste aber feststellen, dass sie sich nicht ausreichend dehnt und mein Kopf nicht durchpasst. Natürlich ist mir das erst aufgefallen als ich den Beleg schon angenäht, untergesteppt und mit Handstichen fixiert hatte. Im zweiten Anlauf habe ich dann auch auf die Untersteppnaht verzichtet, denn die Kopföffnung ist eher eng.


Nach meinen Änderungen gefällt mir der Pulli wirklich gut. Besonders schick finde ich den Kelchkragen. Ob ich den Schnitt noch einmal nähe, wird sich zeigen. Evlt. probiere ich den Kragen an einen anderen Pullischnitt zu basteln, bei dem ich ohne Änderungen auskomme.



Habt einen Schönen Mittwoch

Eure Julia

Mittwoch, 1. Februar 2023

Neue Cardiganliebe und Make Nine

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und wir zeigen unsere selbstgenähten Kleidungsstücke.

Seit meine geliebt Cashmerestrickjacke aussortiert werden musste, bin ich auf der Suche nach dem perfekten Cardiganschnitt, um sie mit einem selbstgenähten Teil zu ersetzen. Beim Blättern durch meine Ottobresammlung entdeckte ich in der Ausgabe 5/21 den Schnitt Cinnamon, der meiner Idealvorstellung ziemlich nahe kam.


Der Originalschnitt ist eher ein Strickmantel und geht fast bis zu den Knien. Ich habe ihn auf Hüftlänge gekürzt, damit er nicht unter meiner geliebten Softshelljacke hervor schaut. Den Ärmel habe ich um 1 cm gekürzt. Sonst habe ich den Schnitt ohne Änderung genäht.


Der Schnitt ist schnörkellos und genau das was ich mir vorgestellt hatte. Ärmel und Bundabschluss werden einfach gesäumt. Das Rückenteil hat einen separaten Beleg. Entgegen der Anleitung habe ich den Rückenbeleg und den angeschnittenen Beleg zusammen mit der Schulternaht verbunden (ausgeklappt) und habe erst danach die Belege umgeschlagen und weiterverarbeitet. Die Anleitung hätte vorgesehen die Belege erst komplett fertig zu nähen bevor die Schulternähte verbunden werden.


Das Rückenteil hat eine geschwungene Rückennaht die die Jacke leicht auf Figur bringt. Der verwendete Stoff ist ein French Terry aus der Pamuk Linie von Stoff & Liebe. Er lies sich sehr gut verarbeiten. 


Die Konstruktion des Cardigans ist relativ ungewöhnlich und es hat Spaß gemacht ihn zu nähen. Der vordere Beleg ist angeschnitten und wird mit einem innen liegenden Abnäher gearbeitet, der den V-Ausschnitt definiert. Auf dem Foto ist der Beleg mit Abnäher von Innen zu sehen. 


So sieht die Blende von außen aus. Eine sehr schöne und saubere Verarbeitung. 


Cinnamon ist das erste Projekt meiner Make Nine Liste für dieses Jahr. Nachdem ich im letzten Jahr nur etwas die Hälfte aller Projekte abgearbeitet habe, versuche ich mir dieses Jahr leichter erreichbare Ziele zu setzen. Deshalb habe ich ganz einfache Schnitte auf die Liste gesetzt, Schnitte die ich schon einmal genäht habe und ein paar kleinere Herausforderungen. Um die Hürde zusätzlich niedriger zu legen habe ich nur Projekte ausgewählt für die ich schon Stoff zu hause habe.



Von links nach rechts, oben nach unten:
Rock Anna von Fibre Mood. Diesen Rock hatte ich letztes Jahr schon auf meiner Make Nine Liste, habe ihn genäht und liebe ihn so sehr, dass ich unbedingt ein zweites Exemplar brauche. Hierfür möchte ich einen Stretchjeans verwenden, den ich 2020 bei Stoff & Stil gekauft habe.

Ein T-Shirt aus dem Buch Alles Jersey Plus Size Shirts aus weißem Viskosejersey. Meine Standardschnitt für Sommershirts habe ich schon mehrfach genäht. 

Blouson Havanna von meine Herzenswelt. Ein für mich neuer Schnitt und dank der Paspeltaschen und des Futters etwas aufwändiger. Ich habe einen schönen strukturierten Jacquard vom Stoffmarkt den ich für das Projekt verwenden möchte.

Die Hose Betty aus der Fibre Mood stand schon letztes Jahr auf meiner Liste und ich bin nicht dazu gekommen sie zu nähen. Dieses Jahr soll es aber endlich soweit sein, denn der passende Stoff ein Baummwollköper in beige liegt schon bereit.

Der Rolli Greta G. aus der Ottobre ist ein schnelles Projekt. Ich habe den Rolli tatsächlich schon genäht, es fehlen nur noch die Covernähte mit denen ich warten möchte bis meine Coverlock aus dem Service zurück ist. Verwendet habe ich einen rostroten Viskosejersey.

Das Shirt Luova aus dem Buch Building the Pattern von Named Clothing möchte ich als nächstes angehen. Daraus soll ein lässiges Overshirt im 90ties Look aus einem karierten Flanellstoff entstehen. Den Schnitt habe ich noch nicht genäht.

Für das Kleid Lempi von Named Clothing habe ich schon zwei Nesselteile genäht und bin mit der Passform immer noch nicht zufrieden. Da mir der Schnitt aber so gut gefällt möchte ich noch einen Versuch wagen und das Kleid aus einem blauen Viskosechambray nähen.

Der Talavikki Sweater von Named Clothing sollte ein schnell umzusetzendes Projekt werden. Ich habe das Papierschnittmuster bereits ausgeschnitten und werde den Pulli noch diesen Winter nähen. Ein rauchblauer Sommersweat von Lillestoff liegt schon bereit.

Das letzte Projekt in der Liste, aber das erste das ich umgesetzt habe ist der Cardigan Cinnamon aus der Ottobre Design 5/21 aus French Terry in der Farbe Navy.







Mittwoch, 4. Januar 2023

Gute Laune Softshelljacke

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und ich freue mich meine wunderbare Softshelljackevorzustellen die letzte Nacht (fast) fertig geworden ist.


Im letzten Sommer sah ich den rostroten Softshell mit Blumen in einer Instagramstory von Lillesol zum ersten Mal. Ich war in Versuchung den Stoff zu kaufen, aber mitten im Sommer hatte ich keine Lust eine Softshelljacke zu nähen und der Stoff war schnell ausverkauft.

Im Oktober durchstöberte ich den Onlineshop von Buntspecht auf der Suche nach einem schönen Softshell für meine Tochter und entdeckte dort den selben schönen Stoff. Diesmal kaufte ich ihn sofort.


Der Schnitt stand für mich von Anfang an fest: Die Softshelljacke von Lillesol & Pelle. Den Schnitt habe ich vor einigen Jahren schon einmal genäht und trage die Jacke aus Jeansblauem Softshell im Winter praktisch durchgehend, wenn es nicht zu kalt ist. Meine erste Version hatte ich in Größe 46 genäht. Da ich etwas zugelegt habe und etwas mehr Bewegungsfreiheit haben wollte, habe ich mich diesmal für Größe 48 entschieden. Eine gute Wahl.


Mit dem Nähen habe ich bei einem Nähwochenende im Oktober angefangen, allerdings erst am letzten Tag, so dass  ich nicht fertig wurde. Vor Weihnachten fehlte mir die Zeit mit mit dem Projekt zu beschäftigen, aber vor einigen Tagen packte mich dann der Ehrgeiz die Jacke am MeMadeMittwoch zu präsentieren und ich habe zwei Abende in die Fertigstellung investiert. Fast wäre es nichts geworden, denn ich hatte den Reißverschluss zu sehr gekürzt, das aber erst bemerkt, als ich ihn schon eingenäht und die Jacke komplett abgesteppt hatte. Zum Glück hatte ich noch einen passenden Reißverschluss im Vorrat und um ein Uhr nachts war die Jacke schließlich soweit fertig, dass ich sie tragen kann. Nur das optionale Absteppen der Belege fehlt noch.


Die Jacke ist körpernah geschnitten, hat Prinzessnähte, Nahttaschen und eine dreiteilige Kapuze. Die Passform ist ausgezeichnet und die Verarbeitung für eine Jacke nicht schwierig. Die größte Herausforderung ist das Einnähen des Reißverschlusses in die Nahttaschen. Hier gibt es optional auch eine Variante ohne Reißverschluss. Die Anleitung ist ausführlich und gut bebildert. 


Ich freue mich so sehr diese Projekt beendet zu haben, denn die bunte Jacke macht mir richtig gute Laune. 

Natürlich habe ich zuerst vergessen eine Aufhängung mit einzunähen. Weil ich nicht auftrennen wollte, habe ich nachträglich einen Aufhänger angebracht.


Den unteren Taschenbeutel habe ich aus Softshell genäht, weil sonst bei geöffneter Tasche der Wind durchpfeift. Für den oberen Taschenbeutel habe ich einen dünne Webware verwendet.


In der Anleitung nicht enthalten sind die versteckten Bündchen die ich ergänzt habe.

Startet gut ins neue Jahr
Eure Julia

Mittwoch, 7. September 2022

Zwei weitere neue Kleider

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und ich freue mich meine zwei letzten Sommerkleider für dieses Jahr vorzustellen. 

Mein Knotenkleid von Sewera habe ich im Juni schon auf dem Bügel hängend gezeigt. In unserem Kroatienurlaub im August habe ich endlich ein Tragebild bekommen (aber nur eines) und kann euch das Kleid an der Frau zeigen. Den steinigen Weg zum Kleid habe ich hier beschrieben. Das Kleid ist perfekt um damit entspannt in der Strandbar zu sitzen. 


Ein weiteres Kleid habe ich nach dem Schnitt Kate aus der Fibre Mood genäht. Die Bilder hat meine siebenjährige Tochter freundlicherweise von mir gemacht. 


Für Kate habe ich mich entschieden, weil ich ein Kleid im 90s Style nähen wollte in Erinnerung an ein Kleid das ich in den 90ern getragen habe. Das Kleid hat eine durchgehende Knopfleiste, einen Rock aus Panelen und im Oberteil sowohl Brust als auch Taillenabnäher. Die Ärmel sind sehr weit (Trompetenärmel?). Eigentlich hat das Kleid auch Taschen in der Seitennaht und ich habe diese auch eingenäht. Da sie mir aber zu sehr aufgetragen haben, habe ich sie wieder herausgetrennt. 


Ich hatte noch einen Leinenstoff im Vorrat, der sich perfekt für ein Probemodell eignete. Leider hatte ich nur 2,3 m von diesem Stoff und es werden 2.8 m benötigt. Mit den 2.3 m bin ich hingekommen, weil ich die Ärmel gegen den Fadenlauf zugschnitten und gekürzt habe. 

                                                     

Ich habe mich an der Körpermaßtabelle orientiert und auch noch die Fertigmaßtabelle zu Rate gezogen und Größe 48 genäht. Mit dieser Wahl bin ich sehr zufrieden. 


Das Kleid hat ganz großes Wiederholungspotential. Wahrscheinlich würde ich an eine weitere Version andere Ärmel basteln, um noch näher an den 90s Look heran zu kommen. In diesem Jahr wird es allerdings keine weiteren Sommerkleider geben. Vielmehr habe ich angefangen mich auf den kommenden Herbst vorzubereiten. 

Habt einen schöne Mittwoch

Eure Julia



Mittwoch, 6. Juli 2022

Bluse Sombra Lillesol

 Heute ist wieder MeMadeMittwoch und bei mir macht sich Panik breit, habe ich doch im letzten Monat nichts genäht, das ich zeigen kann. An werbefreien Kreationen ist nur eine missglückte Hose entstanden, die ich letzte Woche schon verbloggt habe. Was also tun? Ich könnte einfach alte Fotos verwenden und einen Blogartikel über meine liebsten Hemdblusenkleider schreiben. Vielleicht auch noch meine Nähpläne für weitere Kleider vorstellen. Während ich so über Hemdblusenkleider nachdenke kommt mir in den Sinn, dass ich den Schnitt Sombra von Lillesol & Pelle gerne in der Kleidversion nähen würde und dabei merke ich, dass ich heute die Blusenversion dieses Schnittes trage und dann fällt mir ein, dass ich diese Bluse überhaupt noch nicht verbloggt habe. Also habe ich schnell Foto gemacht.

Hier ist sie also Bluse Sombra von Lillesol & Pelle aus einem wunderbaren Leinenstoff.


Es ist bereits das zweite Exemplar nach diesem Schnitt und ich liebe beide Blusen sehr. Für den Sommer ist die Bluse aus Leinen besonders angenehm. Den Leinenstoff habe ich letztes Jahr als Reststück auf dem Stoffmarkt gekauft. Die 1,3 m haben genau für die Bluse gereicht. 

Gerne möchte ich noch weitere Sombras nähen. Einen schönen Leinenstoff habe ich hier noch liegen, der sich sehr gut für die Kleidversion des Schnittes eignen würde.

Zu meiner Sombra trage ich übrigens die Hose Mountain View Pull On Jeans von Itch to Stitch.

Habt einen schönen Mittwoch

Eure Julia

Mittwoch, 6. April 2022

Bluse Sea Shells Ottobre

Heute ist wieder der erste Mittwoch im Monat und wir zeigen unsere selbstgenähte Frühlingsgarderobe beim MeMadeMittwoch.

Lange hatte ich schon geplant mir eine weitere Hemdbluse zu nähen und endlich habe ich dieses Vorhaben in die Tat umgesetzt. Meine Wahl fiel auf dem Schnitt Sea Shell aus der Ottobre 2/2019, ein einfacher Hemdblusenschnitt mit Kragen, Kragensteg, Manschetten, angeschnittener Knopfleiste und Rückenpasse. 


Auf dem letzten Stoffmarkt in Karlsruhe habe ich einen sehr günstigen Probestoff aus Viskose gekauft, der einige kleine Druckfehler hat, die bei dem lebhaften Muster aus rostrot, dunkelblau und leberwurstmauve kaum auffallen. Obwohl es ein Probeteil werden sollte, habe ich mir beim Zuschneiden große Mühe gegeben und einlagig auf einem alten Betttuch zugeschnitten. Die Viskose ist von der flutschigen Sorte und ich wollte ein Verziehen vermeiden. 

   
Ich habe mich ausgehend von meinem Brustmaß für Größe 48 entschieden und bin mit dieser Wahl zufrieden. Wie erwartet ist die Passform an den Schultern nicht optimal, da ich eher schmale Schultern habe, aber an Brust und Hüfte brauche ich die Weite. Für meine Bequemlichkeit könnte am Rücken sogar noch etwas mehr Weite sein. Für ein nächstes Exemplar werde ich die Schultern etwas verschmälern (ca. 1cm je Seite) und am Rücken eine Falte einbauen, sodass ich dort etwas mehr Weite habe. Die Ärmel werde ich etwas kürzen. Ein schöner Seidenstoff liegt schon für die nächste Hemdbluse bereit.


Auch wenn der Schnitt nicht schwer zu nähen war, hatte ich doch mit dem rutschigen Viskosestoff zu kämpfen. Ich habe akribisch mit vielen Stecknadeln gesteckt und eine dünne Microtexnadel verwendet. 


Die Bluse gefällt mir ausgesprochen gut und ich werde sie in der Übergangszeit sicher gerne tragen.

Mittwoch, 3. November 2021

Wollige Jacke

Heute ist wieder der erste Mittwoch im Monat und MeMadeMittwoch!

Jeanette zeigt startet die Runde der selbstgenähten Kleidung heute mit einer schönen Leinenbluse.

Ich zeige passend zum nasskalten Novemberwetter einen Cardigan aus Merinowolle. 


Der Merinostrick ist aus der Cino Serie von Danisch Pur und hat den Farbnamen Laricicino. Das ist ein meliertes, gedecktes Grün. Aus der gleichen Qualität habe ich schon einen Cardigan, den ich sehr oft trage. 

Vom Schnitt hatte ich genaue Vorstellungen, er sollte kurz sein, sodass er auch zu Kleidern getragen werden kann, aber so weit geschnitten, dass auch noch ein Shirt mit weiteren Ärmeln darunter passt. Zunächst hatte ich den Marlo Sweater von True Bias ins Auge gefasst. Dann fiel mir aber die Burda 9/2021 in die Hände und ich entschied mich für den Cardigan 112, an dem ich allerdings einiges verändert habe.


Der Burda Cardigan ist oversize geschnitten und enthält die Longrößen 72-88, wobei eine 88 in der Weite einer 44  entspricht. Nachdem ich die Schnitteile ausgemessen hatte war klar, dass ich Größe 88 für mich zuschneiden kann, obwohl ich nach Burda Maßtabelle eine 48 trage.Longrößen brauche ich mit 172 cm eigentlich nicht, zumindest nicht für Oberteile. Die Länge am Körper habe ich um gute 15 cm gekürzt, die Ärme wurden ebenfalls gekürzt und auch aus dem Bauchbündchen habe ich nach dem ersten Versuch noch einiges an Weite heraus genommen. Zu nähen war der Cardigan sehr schnell und einfach. Passende Knöpfe fand ich in meinem von Oma geerbten Stofffundus.

Mit dem fertigen Ergebnis bin ich sehr zufrieden und ich trage die Jacke sehr oft. 


Habt einen schönen Mittwoch

Eure Julia

Mittwoch, 7. Juli 2021

Elodie von Fibre Mood

Heute ist wieder MeMadeMittwoch und ich möchte euch mein neuestes Sommerkleid vorstellen. Elodie von Fibre Mood habe ich in einem Anfall von "hilfe plötzlich ist Sommer" genäht. 


Die ganz große Liebe ist zwischen mir und dem Kleid bisher noch nicht übergesprungen. Aber erstmal zu den Details:
Der Stoff ist eine leichte Viskose Webware die ich auf der Plattform Stoffetauschen.com für kleines Geld erworben habe. Die vorhandenen 2.4 m Stoff reichten genau für das Kleid. Beim vernähen habe ich sehr viele Stecknadeln verwendet und mir viel Zeit gelassen.


Genäht habe ich Größe 46 entsprechend meinem Brustumfang. Einzige Änderung war das Kürzen der Ärmel und der Ärmelabschluss mit einem eingezogenen Gummiband. Leider habe ich aus Versehen das Rückenteil im Bruch zugeschnitten und hatte nicht mehr genug Stoff für einen neuen Zuschnitt. Also habe ich das Rückenteil geteilt und den Reißverschluss mit sehr kleiner Nahtzugabe angenäht. Trotzdem ist das Rückenteil nun ca. 1.4 cm schmaler als vorgesehen. 


Das Einnähen des Nahtverdeckten Reißverschlusses funktionierte gut. Nur der Übergang zur Rückennaht hätte noch etwas schöner werden können.


Auf Höhe der natürlichen Taille sitzt ein Tunnel mit eingezogenem Gummiband. Das im Schnitt zusätzlich vorgesehene Bindeband habe ich weg gelassen. 

Der Halsausschnitt sitzt relativ hoch und wird mit einem Streifen versäubert. Das Oberteil kommt ohne Brustabnäher aus, was aber in meinen Augen eine Schwäche des Schnittes darstellt. Wahrscheinlich würde das Oberteil im Brustbereich mit einem Abnäher besser sitzen. 

Der Sitz des Oberteils überzeugt mich nicht vollständig und das Kleid hat eine für mich ungewöhnliche Siluette. Orange trage ich zwar grundsätzlich gerne, ein ganzes Kleid in Orange habe ich aber zuletzt als Teenager getragen. Insgesamt bewege ich mich mit diesem Kleid deutlich aus meiner Komfortzone. Ob wir noch Freunde werden, wird sich im Laufe des Sommers zeigen.


Habt einen wunderbaren Mittwoch
Eure Julia